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WOO kehrt in die Eigenständigkeit zurück: Rückkauf von Boards & More vollzogen

Zwei Jahre nach dem Anschluss an die Boards & More Gruppe haben WOO-Gründer Leo Koenig und sein Team das Unternehmen zurückgekauft, um sich als unabhängiger Technologieentwickler neu aufzustellen.

KitesurfingOfficialvor 1 Std.
Woo is wieder unabhängig von duotone.
WOO

WOO-Gründer Leo Koenig und sein Team haben das Unternehmen zum Juli 2026 von Boards & More zurückgekauft, um wieder unabhängig zu agieren und den Fokus auf KI-gestützte Sensortechnologie zu legen.

WOO-Gründer Leo Koenig und sein Kernteam haben das Unternehmen durch einen Rückkauf von Boards & More wieder in den Eigenbesitz übernommen. Mit Wirkung zum Juli 2026 kehrt die Sensor- und Datenplattform in die Unabhängigkeit zurück, nachdem sie etwas mehr als zwei Jahre Teil der Firmengruppe hinter Duotone und ION war. Der Übergang signalisiert eine strategische Neuausrichtung für WOO. Das Unternehmen verlässt die Strukturen eines Großkonzerns, um sich wieder als agiler Technologiespezialist zu positionieren. Während Hardware und App-Oberfläche für die Nutzer unverändert bleiben, betont die Geschäftsführung, dass die Eigenständigkeit schnellere Entwicklungszyklen und einen verstärkten Fokus auf Innovationen auf Hardware-Ebene ermöglicht. ## Rückkehr zur agilen Entwicklung Die Übernahme von WOO durch Boards & More im März 2024 galt als Schritt, um Leistungsdaten tiefer im Premium-Segment des Kitesports zu verankern. Dennoch traten Koenig und sein Team mit dem Vorschlag an die Gruppe heran, das Unternehmen wieder in die private Eigenständigkeit zu führen. Laut einer Erklärung des WOO-Teams unterstützte Boards & More die Entscheidung, die Marke zu ihren Ursprüngen als wendiges Technologieunternehmen zurückkehren zu lassen. Leo Koenig beschreibt den Schritt als Rückkehr zur ursprünglichen Mentalität des Start-ups. Er verwies darauf, dass das Team in einem Umfeld flacher Hierarchien und ambitionierter Zielsetzungen am effektivsten arbeitet und die Nähe zur Nutzerbasis ohne die Ebenen einer großen Organisation sucht. ## Künstliche Intelligenz direkt im Sensor Ein wesentlicher Teil der künftigen Planung sieht eine Konzentration auf On-Device-KI und verfeinerte Bewegungssensorik vor. Ziel dieser technischen Neuausrichtung ist es, die Datenverarbeitung von der Cloud oder der mobilen App direkt auf die Hardware des Sensors zu verlagern. Juan Miquel, verantwortlich für die Architektur der Sensor-Intelligenz, erklärte, dass die Hardware durch eingebettete Logik in der Lage sein soll, Erkenntnisse unmittelbar am Ort der Interaktion zu liefern. Durch die Verarbeitung komplexer Rohsignale in analytische Ergebnisse direkt auf dem Gerät beabsichtigt WOO, die Präzision der Daten für Big Air, Freeride und Freestyle zu erhöhen. Christian Rolly, Leiter Technik und Entwicklung, ergänzte, dass der Status als unabhängiges Unternehmen sicherstellt, dass technische Entscheidungen ohne Kompromisse direkt für die Community getroffen werden. ## Offene Zusammenarbeit als Leitbild Eine der markantesten Änderungen nach dem Rückkauf ist die Abkehr von der bisherigen Exklusivität hin zu einer Politik der offenen Tür. Während der Zeit bei Boards & More wurde der Sensor oft eng mit den Eigenmarken des Konzerns assoziiert. Das nun unabhängige WOO sucht aktiv die Kooperation mit allen Kitemarken, Schulen und Event-Organisatoren der Branche. Floris Dielen, Leiter Marketing, Vertrieb und Operations, betonte, dass die Daten und Ranglisten dem gesamten Sport und nicht einem einzelnen Hersteller gehören sollten. Er lud Branchenpartner dazu ein, die WOO-Technologie oder Leaderboards in eigene Plattformen zu integrieren. Diese neutrale Positionierung soll den Status von WOO als Industriestandard für Big Air und Höhenmessung festigen und die Akzeptanz bei Profis und Events fördern, die zuvor aufgrund von Markenbindungen zurückhaltend waren. Für den Endnutzer bleiben die Funktionen der App und der Hardware bestehen, während das Team die nächste Entwicklungsphase einleitet.

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