Beim Board-Off Varial nimmst du das Board im Sprung mit einem Tail Grab von den Füßen, drehst es vor dir 360 Grad und steigst vor der Landung wieder rein.
Voraussetzungen
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Im Baum baut noch nichts darauf auf — der Trick steht für sich.
Schulen lehren das unterschiedlich
Unsere Quellen sind sich uneinig, wo man das Board hält und wie schwer die Varianten sind. IKSURFMAG lehrt den Tail Grab nah an der Finne und legt diese Version unter Intermediate ab, sortiert die Handle-Version dann unter Advanced ein und schreibt gleichzeitig, das Handle sei bei starkem Wind eigentlich leichter, weil du das Board besser unter Kontrolle hältst und weniger Handgelenkskraft brauchst. Progressions Board-Off-Artikel lehrt einen dritten Griffpunkt: die hintere Heelside-Kante, mit den Fingern um Finne und Kante.
Ideale Bedingungen
Angepowerter Wind, und wenn du es haben kannst, flaches Wasser. IKSURFMAG wird beim Thema Power deutlich: Du musst ordentlich angepowert sein, sonst sendest du den Kite zu weit und wirst herumgeschleudert, statt hochgezogen zu werden. Bei der Größe sind sich die Handle-Seite von IKSURFMAG und MACkite einig: lieber größer, weil ein größerer Kite dich nicht vom Wasser reißt und dir die Airtime kauft, die die Drehung frisst. Zwei Zahlen rahmen das Fenster, ohne es festzulegen, und beide stammen aus benachbarten Zusammenhängen. Toby Braeuer sagt im Interview auf Progressions Airstyle-Blog, er fährt Airstyle bei 15 bis 25 Knoten, mit rund 20 als seinem Sweetspot. Und Progressions Board-Off-Artikel beschreibt eine 30-Knoten-Session auf Flachwasser als Lernrunde. Keine der beiden Zahlen ist für den Varial selbst genannt.
So geht's
1. Material einstellen und den Elevator-Take-off vorbereiten
- Mach die Fußschlaufen vor dem Start eine Stufe weiter. Etwas größere Schlaufen machen es leichter, wieder ins Board zu kommen, aber dreh sie nicht komplett auf, sonst bekommst du den Sprung nicht sauber hin und verlierst das Board schon beim Absprung.
- Geh angepowert raus. Wenn dir Power fehlt, sendest du den Kite zu weit, und der schleudert dich herum, statt dich hochzuziehen.
- Geh im Zweifel eine Nummer größer. Ein größerer Kite reißt dich nicht vom Wasser, du bekommst Knie und Board früher hoch, und er kauft dir Airtime.
- Trimm den Sweetspot so, dass er bequem liegt und in der Bar noch Lift übrig ist.
- Fahr hart und geradlinig auf der Kante an, das Gewicht auf beiden Beinen von Nose bis Tail, für maximalen Widerstand gegen das Wasser.
2. Senden und poppen
- Lass den Kite tief stehen, unter 11 oder 1, damit du überhaupt Platz zum Senden hast.
- Sende kräftig, aber kurz. Der Kite darf höchstens dreißig Minuten neben die 12, egal auf welcher Seite.
- Knick in der Hüfte ab, um die Bar am Sweetspot zu halten, und stell die Bar schnell wieder gerade, schon während des Sendens, damit der Kite nicht stallt.
- Ziel ist ein hoher, kontrollierter Sprung. Schnell brauchst du nicht: Tempo in der Luft ist der Grund, warum das Board unkontrollierbar wird, sobald es von den Füßen ist.
3. Board ab und drehen
- Zieh die Knie hoch, sobald du das Wasser verlässt.
- Lass die hintere Schulter hinter die Bar fallen und halt das Board flach, Unterseite nach unten.
- Greif das Tail nah an der Finne. Je näher an der Finne du hältst, desto mehr Kontrolle hast du über das Board.
- Lehn dich von der Bar weg nach hinten und kipp dein Gewicht im Trapez zurück, während du die Füße rausziehst. Solange das Board noch unter dir hängt, kommt es nicht von den Füßen.
- Flipp das Board, statt es zu werfen, so wie du ein Hemd bügeln würdest. Führ die Hand hoch, drüber und quer vor dir durch, das trägt das Board durch die erste Hälfte der Drehung. Lass los, sobald das Tail deinen Körper kreuzt, und lass es die 360 allein zu Ende drehen.
- Streck die Beine nach unten aus, sobald das Board frei ist, statt zusammengekauert hängen zu bleiben, und lass einen Moment vergehen, bevor du wieder danach greifst.
4. Board fangen und landen
- Greif früh nach dem Board. Es wird in der Luft langsamer, du nicht.
- Fang es in der Mitte der Toeside-Kante, damit du leichter wieder reinkommst.
- Halt es mit ausgestrecktem Arm so weit vor dir wie möglich, zieh dann die Knie hoch und ziel mit den Füßen in die Schlaufen.
- Vorderer Fuß zuerst rein. Mit diesem Fuß und deiner Hand hältst du das Board, dann schiebst du den hinteren rein.
- Lass die Bar drin, während du die Füße sortierst, damit der Kite dich oben hält, statt dich fallen zu lassen.
- Sobald der hintere Fuß drin ist, dive den Kite hart, damit er dich über das Board und aus dem Sprung zieht, statt dich reinplumpsen zu lassen.
Typische Fehler und ihre Korrektur
Fehler
Das Board geht nicht von den Füßen.
Korrektur
Es hängt unter und hinter dir. Zieh die Beine hoch und lehn dich von der Bar weg nach hinten, kipp das Gewicht im Trapez zurück, bis das Board vor dir oben steht und deine Zehen zum Himmel zeigen.
Fehler
Du verlierst die Kontrolle über das Board, sobald es ab ist.
Korrektur
Du bist zu schnell unterwegs, und das kommt vom Absprung. Geh zurück zum Elevator-Take-off und stell Qualität vor Quantität, bis das Board da bleibt, wo du es hinlegst.
Fehler
Der Pop zieht dich zur Seite statt nach oben.
Korrektur
Der Kite steht zu weit vorne, während du nur mit der vorderen Hand dranhängst. Sende ihn vor dem Absprung ein Stück weiter nach hinten.
Fehler
Du fällst schon und das Board ist noch in deinen Händen.
Korrektur
Nimm Power über den Trimm raus, lass die Bar drin und sei bereit, den Kite zu redirecten und für die Landung zu diven, auch wenn deine Füße es nie in die Schlaufen schaffen.
Fehler
Du verhaust das Wiederanziehen jedes Mal.
Korrektur
Das ist Muskelgedächtnis, also übe es an Land. Setz dich hin, zieh das Board an, nimm es ab, zieh es wieder an, wiederhol das. Dann ein paar Durchgänge, bei denen du so tust, als hätte der Wind das Board in einen komischen Winkel gedreht. Ein Fahrer von Progression hat genau das vor dem Fernseher geübt und das Board mit dem Handgelenk an die Füße und wieder weg geflippt.
Wenn es schiefgeht
- Übe das absichtliche Wegwerfen des Boards, lange bevor du es zum ersten Mal brauchst. Board abnehmen, ein paar Sekunden ausgestreckt vor dir halten, dann in einem Winkel von etwa 45 Grad von deinem hinteren Fuß weg sicher wegwerfen.
- Wenn du runterkommst, das Board noch in der Hand hast und keine Zeit mehr bleibt, es anzuziehen: lass es los. MACkite warnt, dass dein Instinkt dich festhalten lässt, und ein schwimmendes Board festzuhalten, während dein Körper absackt, ruiniert Schultern.
- Wenn du fällst und die Zeit knapp wird, ist IKSURFMAGs Notlösung: Power über den Trimm rausnehmen, die Bar drin lassen und bereit sein, den Kite zu redirecten und für die Landung zu diven, auch wenn deine Füße nicht in den Schlaufen sind.
- Rechne damit, dass die Drehung die Chance auf eine Schwimmeinlage erhöht. North Action Sports schreibt, dass das Flippen und Drehen des Boards das Risiko steigert, es während des Tricks zu verlieren.
Lern das mit einem Coach, nicht von einer Seite
Dieser Guide erklärt, was der Move ist und woran Rider scheitern, damit du mit einem klaren Plan an den Spot kommst. Er kann deinen Kite nicht beobachten, die kommende Böe nicht lesen und dich nicht davon abhalten, etwas zu ziehen, für das du noch nicht bereit bist — ein Coach oder Instructor kann das.
Zertifizierte Schule findenBildungsreferenz, keine Ausbildung. Kitesurfen ist ein Risikosport: Die Schritte hier geben wieder, was benannte Schulen, Instructor und Technik-Bibliotheken lehren, und die Seite listet genau diese Quellen — echte Bedingungen bringen aber Wind, Böen, Wasserzustand, Verkehr und Materialverhalten mit, die kein geschriebener Guide abbildet. Schulen lehren zudem berechtigte Varianten; wo unsere Quellen sich widersprechen, sagt die Seite das, statt eine Version zu wählen. Schätz deine eigene Bereitschaft ein, nutz die Sicherheitssysteme an deinem Kite und zieh keinen Move, nur weil eine Seite ihn machbar klingen lässt. KitesurfingOfficial übernimmt keine Haftung für die Nutzung dieser Informationen auf dem Wasser.
Fragen aus der Praxis
Wie viel Wind brauche ich?+
Angepowert. IKSURFMAG sagt es direkt: Ordentlich Power ist das, was den Trick funktionieren lässt, sonst sendest du den Kite zu weit und er schleudert dich herum, statt dich hochzuziehen. Keine der Quellen, die ich öffnen konnte, nennt einen Windbereich für den Varial selbst. Die nächstliegenden Marken sind Toby Braeuer, der Progression sagt, er hat bei 15 bis 25 Knoten Spaß und bei rund 20 Power ohne Kampf, und Progressions Board-Off-Artikel, in dem der Autor seinen auf einer 30-Knoten-Flachwasser-Session gelernt hat.
Was muss ich können, bevor ich es probiere?+
Kontrolliert springen und die Füße vom Board bekommen. IKSURFMAG stuft den Varial als Intermediate ein und schreibt, Erfahrung mit Board Offs hilft, ist aber keine Bedingung. Der sanftere Einstieg ist die Tail-Grab-Board-Off-Seite, weil diese Version am wenigsten Beweglichkeit verlangt; dort steht, wenn du deine Zehen nicht berührst, aber einen One-Foot fährst, bist du bereit. MACkite setzt entspanntes Springen und One-Footer vor die Board Offs, und Progression schreibt, wer springen und das Tail seines Boards greifen kann, probiert die Dinger locker aus.
Soll ich das Tail greifen oder den Boardgriff nehmen?+
Beides wird unterrichtet. IKSURFMAG legt den Tail-Flip-Varial unter Intermediate ab und den Handle-Varial unter Advanced, schreibt auf der Advanced-Seite aber, dass die Handle-Version bei starkem Wind leichter ist, weil du das Board besser unter Kontrolle hältst und weniger Handgelenkskraft brauchst. Bezahlt wird das mit Beweglichkeit, denn Handle-Tricks verlangen dem Körper etwas mehr ab.
Welche Kitegröße funktioniert am besten?+
Im Zweifel größer. IKSURFMAG schreibt, ein größerer Kite reißt dich nicht vom Wasser, also bekommst du Knie und Board früher hoch. MACkite argumentiert genauso mit der längeren Airtime, und Progressions Board-Off-Artikel will einen größeren Kite für Hangtime und Stabilität statt einen 7er, um dessen Position du dich den ganzen Sprung lang sorgst. Als Größenordnung: Der Fahrer im Airstyle-Interview von Progression fliegt nur eine Größe, einen 18er.
Was ist der Teil, der Angst macht, und wie nehme ich mir die Angst?+
In der Luft zu hängen, das Board in der Hand, und das Wasser kommt hoch. MACkite löst das mit einer Übung statt mit Motivationssprüchen: Wirf das Board absichtlich weg, sicher in etwa 45 Grad von deinem hinteren Fuß, damit das Loslassen schon Reflex ist, wenn du es brauchst. Die Verletzung, vor der das schützt, ist eine ruinierte Schulter, weil du ein schwimmendes Board festhältst, während dein Körper absackt.
Weiterlesen
Quellen
Jeder Schritt auf dieser Seite ist auf die Quellen unten zurückführbar. Wo sie sich widersprechen oder schweigen, sagt die Seite das, statt zu raten.
- IKSURFMAG — How to Board Off Varial (Intermediate Technique)
- IKSURFMAG — How to Board Off Varial with Handle (Technique, Advanced)
- IKSURFMAG — How to Tail Grab Board Off
- Progression — What is Airstyle? Tricks You Can Achieve By Staying Hooked
- Progression — Learning Board-offs: The Kitesurfing Old School Classic
- MACkite Boardsports Center — Board-Off Breakthrough: Land Drills for Kiteboarding Tricks That Stick
- North Actionsports — Big Air Tricks Explained