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Unhooked · Sehr fortgeschritten

Tantrum

Tantrum ist ein ausgehakter Backflip mit durchgebogenem Rücken, über die Heelside-Kante gepoppt, eine invertierte Version des ausgehakten Frontrolls.

Auch bekannt als: unhooked tantrum

Voraussetzungen

Schaltet frei

Im Baum baut noch nichts darauf auf — der Trick steht für sich.

Schulen lehren das unterschiedlich

Die gesichteten Quellen sind sich über die Einordnung des Tricks nicht einig: Rondinas Linie (IKSURFMAG / ProKite Alby Rondina) definiert den Tantrum als invertierte Version des ausgehakten Frontrolls und sieht den eingehakten Tantrum nur als Lernschritt, während das Tutorial von Adventure Sports Holidays / Bigstyle ihn als gestreckten Backflip im Schwanen-Stil lehrt (eine Frontroll-Variante, die von der radschlagartigen Rotation wegführt), eingehakt gelernt und mit dem Hinweis, dass er sich aufs ausgehakte Fahren übertragen lässt.

Ideale Bedingungen

Flachwasser oder der Pop über die Rückseite einer Welle für den Absprung. Keine der gesichteten Quellen nennt einen Windbereich.

So geht's

  1. 1. Bau die Anfahrt auf

    • Such dir Flachwasser oder die Rückseite einer Welle für den Absprung.
    • Fahr mit Speed an.
    • Stell den Kite auf etwa 45 Grad; ein tiefer Kite landet weicher und schneller als ein hoher.
    • Schieb deine vordere Hand vor dem Absprung in die Mitte der Bar.
    • Für die ausgehakte Version hängst du vor dem Pop aus; mitten in der Rotation hältst du den ausgehakten Kite mit einer Hand, und dieser Griff kostet richtig Kraft.
  2. 2. Popp und leite ein

    • Popp kräftig und sauber über deine Heelside-Kante.
    • Direkt nach dem Pop lässt du die hintere Hand los.
    • Öffne deinen Körper 90 Grad zum Kite.
    • Wirf den Kopf nach hinten und schau in den Himmel; stell dir vor, du stolperst rückwärts über deine eigene Heelside-Kante — die Ferse bleibt hängen, der Kopf kippt nach hinten, der Rücken spannt sich zum Bogen.
  3. 3. In der Luft

    • Es fühlt sich an wie ein Rückwärtssalto, aber halte die Schultern über den ganzen Flip offen.
    • Bleib lang gestreckt und im Bogen; aus dieser Schwanen-Haltung kommt der Style.
    • Rotier nur mit der vorderen Hand an der Bar; mit einer Hand an der Bar kannst du den Kite nicht zu weit schicken.
    • Schau während des Flips zurück aufs Wasser unter dir; dein Körper folgt dem Kopf durch die Rotation, und du behältst die Orientierung und siehst die Landung früh.
  4. 4. Lande den Trick

    • Wenn du runterkommst, zieh die Arme wieder ran.
    • Lande auf dem Board, mit leicht gebeugten Beinen, und geh in die Landung rein.
    • Halt den Kite beim Aufsetzen schön tief, dann wird die Landung weicher und schneller.

Typische Fehler und ihre Korrektur

Fehler

Zu weich von der Kante poppen.

Korrektur

Fahr mit Speed an und mach deinen Pop kräftig und sauber, bevor du irgendwas einleitest.

Fehler

Beide Hände an der Bar lassen und den Kite mitten in der Rotation zu weit schicken.

Korrektur

Lass die hintere Hand direkt nach dem Pop los und rotier nur mit der vorderen Hand an der Bar; so schickst du den Kite nicht zu weit.

Fehler

Die Schultern schließen und dich einrollen wie bei einem Rückwärtssalto im Turnen.

Korrektur

Die Rotation fühlt sich an wie ein Rückwärtssalto, aber halte die Schultern offen und den Körper über den ganzen Flip gestreckt.

Fehler

Mit hoch geparktem Kite rausfahren.

Korrektur

Flieg den Trick mit tiefem Kite; ein Tantrum sieht damit deutlich besser aus, und die Landung mit tiefem Kite ist weicher und schneller.

Fehler

Den Trick werfen, bevor die Grundlagen sitzen.

Korrektur

Bring zuerst deine Frontrolls sicher hin, am besten einhändig, dann den eingehakten Tantrum, danach die ausgehakte Version.

Wenn es schiefgeht

  • Wenn die Rotation auf halbem Weg langsamer wird, treib den Kopf weiter nach hinten und such das Wasser, statt die Drehung stehen zu lassen, denn Clio Mouchel führt einen Tantrum, der auf dem Rücken landet, genau darauf zurück, dass der Kopf aufgehört hat zu suchen.
  • Wenn der Tantrum in der Luft schon schiefgegangen ist, lautet Clio Mouchels Anweisung, geschrieben für den Trick am Kicker, wo du einen Handle statt einer Bar hältst, loszulassen statt ihn bis zur Landung durchzuziehen; sie begründet das damit, Verletzungen bei der Landung zu vermeiden.
  • Wenn du nach einem verpatzten Versuch noch unhooked auftauchst und den Loop nicht zurück in den Haken bekommst, lehrt Session Sports für unhooked Riding allgemein, den Chicken Loop zu greifen und die Bar loszulassen; das nehme dem Kite die Power, sodass du den Loop zurück an den Spreader Bar bringen kannst, ohne dass er dich nach Lee reißt.
  • Wenn du überpowert aus dem Sturz kommst und der Kite hoch steht, ist die Methode von Christian und Karine für unhooked Riding allgemein, zuerst die hintere Hand von der Bar zu nehmen und damit oben am Chicken Loop zu greifen, weil ein hoher Kite die Bar nach oben zieht und du den Loop durch Runterziehen der Bar nicht in den Haken bekommst.

Lern das mit einem Coach, nicht von einer Seite

Das ist ein Move mit hohem Risiko. Die Quellen, aus denen er stammt, beschreiben Verletzungen dabei, und alle lehren ihn als Stufe, die man sich erarbeitet, statt sie zu probieren. Hol dir Coaching, bau es in Etappen auf, fahr mit Leuten, die dir helfen können, und nimm dir tiefes Wasser und freien Raum nach Lee.

Zertifizierte Schule finden

Bildungsreferenz, keine Ausbildung. Kitesurfen ist ein Risikosport: Die Schritte hier geben wieder, was benannte Schulen, Instructor und Technik-Bibliotheken lehren, und die Seite listet genau diese Quellen — echte Bedingungen bringen aber Wind, Böen, Wasserzustand, Verkehr und Materialverhalten mit, die kein geschriebener Guide abbildet. Schulen lehren zudem berechtigte Varianten; wo unsere Quellen sich widersprechen, sagt die Seite das, statt eine Version zu wählen. Schätz deine eigene Bereitschaft ein, nutz die Sicherheitssysteme an deinem Kite und zieh keinen Move, nur weil eine Seite ihn machbar klingen lässt. KitesurfingOfficial übernimmt keine Haftung für die Nutzung dieser Informationen auf dem Wasser.

Fragen aus der Praxis

Was sollte ich können, bevor ich einen Tantrum probiere?+

Sichere Frontrolls, am besten mit einer Hand von der Bar. Rondinas Progression verlangt zuerst einen ausgehakten Frontroll, dann einen eingehakten Tantrum, um die Bewegung zu lernen, und erst danach die ausgehakte Version. Rechne damit, dass der einhändige Kite-Griff mitten in der Rotation richtig Kraft kostet.

Ist der Tantrum ein Frontroll oder ein Backflip?+

Beide Beschreibungen sind im Umlauf. Alby Rondina definiert ihn als invertierte Version des ausgehakten Frontrolls, das Tutorial von Bigstyle Kitesurfing nennt ihn einen gestreckten Backflip im Schwanen-Stil — eine Frontroll-Variante, die von der radschlagartigen Rotation mit beiden Händen an der Bar wegführt. Die Bewegung selbst ist ein Flip mit Kopf im Nacken und gebogenem Rücken, geworfen über die Heelside-Kante.

Wo sollte der Kite stehen?+

Beim Absprung auf etwa 45 Grad, die vordere Hand in die Mitte der Bar geschoben, und über den Trick hinweg tief; ein tiefer Kite bringt eine weichere, schnellere Landung und einen Tantrum, der besser aussieht.

Was macht den ausgehakten Tantrum schwer?+

Den ausgehakten Kite mit einer Hand zu halten, während du rotierst; das kostet echte Körperkraft. Sobald du das kannst, ist die Bewegung laut der Schule, die den Trick lehrt, ziemlich simpel: Stell dir vor, du machst nach dem Absprung einen Backflip Richtung Wasser.

Wie geht es weiter, wenn die Basisversion sitzt?+

Rondinas Tutorial nennt Tantrum to Blind, Grab-Varianten und den Absprung von Obstacles und Kickern.

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Quellen

Jeder Schritt auf dieser Seite ist auf die Quellen unten zurückführbar. Wo sie sich widersprechen oder schweigen, sagt die Seite das, statt zu raten.