Der Toeside Backroll ist eine Rückwärtsrotation aus der Toeside-Fahrt, gekickt mit dem hinteren Bein, gelandet heelside oder 180 Grad weiter auf Toeside.
Auch bekannt als: Backroll from Toeside · Toeside Back Loop · Back Loop from Toeside · Toeside Back Flip · Toeside Backroll to Toeside · toeside back roll
Voraussetzungen
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Im Baum baut noch nichts darauf auf — der Trick steht für sich.
Schulen lehren das unterschiedlich
Die Quellen sind sich uneinig, wann der Kopf geht. IKSURFMAG listet beim Toeside Back Roll Grab als dritten Kernpunkt „abdrücken und Bar gerade, aber Kopf nicht drehen" und hält die Rotation bewusst an, während du den Grab nimmst; erst danach drehen Kopf und Schultern über die vordere Schulter. MACkite und das Kitesurfing Handbook schicken den Kopf früh los. Bei MACkite schaust du über die hintere Schulter, wirfst die Hüfte in die Rotation und den Kopf nach hinten, Rücken im Hohlkreuz; das Handbook sagt, wirf den Kopf mit Nachdruck in die Drehung, der Körper folgt. IKSURFMAG selbst steht im Toeside-zu-Toeside-Artikel näher an diesem zweiten Lager und leitet die Drehung mit angehobener Schulter und gedrehtem Kopf ein. Auch beim Handabstand gehen die Quellen auseinander: Das Handbook will die Hände eng in der Barmitte, damit du den Kite nicht versehentlich umlenkst, der Toeside-zu-Toeside-Artikel hält sie ebenfalls mittig, und der Artikel zum Back Loop Kiteloop aus Toeside verlangt einen breiteren Griff, für schnellere Kite-Reaktion und mehr Hebel.
Ideale Bedingungen
Keine unserer Quellen nennt eine Windrange in Knoten für diesen Trick. IKSURFMAG schreibt, dass der Toeside Back Roll Grab bei so ziemlich allen Bedingungen geht, sobald Toeside und Back Roll sitzen. Beim Thema Druck wird das Kitesurfing Handbook für Back Rolls allgemein deutlicher: ordentlich Power hilft, also lass es bei Leichtwind oder mit einem für die Bedingungen zu kleinen Kite. Zu Flachwasser oder Chop sagt keine unserer Quellen etwas über den Trick selbst. MACkites Aufbauübung besteht allerdings darin, toeside über kleine Chop-Kanten zu poppen, und das Handbook lässt dich eine kleine Welle oder Chop als Rampe aussuchen.
So geht's
1. Die Toeside-Anfahrt aufbauen
- Fahr erst ein paar Sessions lang toeside und pop dabei über kleine Chop-Kanten, bevor du überhaupt rotierst. Wenn du alle Sprünge nur heelside kennst, ist deine Muskulatur aus diesem Winkel schwächer und das Bewegungsmuster fehlt dir.
- Bring dein Gewicht nach vorn auf den vorderen Fuß, indem du Brust und Hüfte öffnest, sodass sie über das Board nach vorn zeigen. Sitzt du stattdessen hinten überm Tail, drückst du das Board ins Wasser, es zieht Wasser und bremst dich aus.
- Vorderes Knie gebeugt, Hüfte und Kopf nach vorn geneigt, beide Knie drücken nach vorn.
- Parke den Kite auf 11 Uhr (auf dem anderen Schlag 1 Uhr) am Rand des Windfensters und lass beide Hände an der Bar, damit du sauber senden kannst.
- Hol dir richtig Boardspeed, bevor du es durchziehst. Ein Board mit ordentlich Speed klebt nicht am Wasser und kommt mit dir hoch.
2. Senden und abdrücken
- Send den Kite von 11 Uhr kurz und knackig und bleib während der ganzen Anfahrt auf der Kante.
- Check vorher deinen Trimm. Sitzt der Sweet Spot zu weit draußen, bekommst du den Kite nicht angesendet, ohne dass er stallt. Ein stallender Kite zieht dich von der Kante hoch und der Absprung wird richtig eklig.
- Sobald der Kite auf 12 Uhr steht, verlagerst du dein Gewicht schnell nach hinten: Hüfte zurück, vorderes Bein strecken. Das hintere Bein bleibt gestreckt, knick es nicht weiter ein.
- Während du aufs Tail rollst, drückt das hintere Bein weiter gegen den Zug. Wird es weich, wandert der Kite zu weit nach hinten und es passiert nicht viel.
- Gib einen kleinen Kick aus dem hinteren Bein dazu und stampf gegen deine Kante, sodass das Tail einschneidet. Das bringt mehr Höhe und weniger Zug nach hinten.
- Sobald du steigst, ziehst du die Bar gerade. In dem Moment geht es nur darum, den Kite davon abzuhalten, noch weiter nach hinten ins Fenster zu laufen.
3. Langsam rotieren und landen
- Halte die Bar am Sweet Spot und steuere den Kite leicht nach vorn. Das hält die Rotation langsam und verschafft dir Zeit.
- Zieh die Knie an, damit das Board näher an dich rankommt.
- Für die Grab-Variante schaust du aufs Tail und greifst mit der hinteren Hand danach, während die vordere Hand weiter steuert. Der Blick aufs Tail hält deinen Kopf davon ab, sich mitzudrehen, die Rotation stockt kurz und du gewinnst Zeit für den Grab.
- Löse die Rotation wieder, indem du Kopf und Schultern drehst und über die vordere Schulter Richtung Wasser schaust.
- Peil deine Landung an. Wohin deine Augen schauen, folgt der Körper.
- Grab lösen, hintere Hand zurück an die Bar, Fahrwerk ausfahren und den Kite nach unten ziehen für eine weiche Landung downwind. Beim Aufkommen abfedern, Board flach, Gewicht mittig darüber.
4. Bis auf Toeside durchziehen
- Lande den einfachen Back Loop aus Toeside erst mal heelside: sauber vom Wasser weg, langsame Rotation, entspannt abfallend aufkommen. Der Toeside-Ausgang baut darauf auf.
- Lenk den Kite beim Absprung wieder nach vorn, das gibt dir Schwung und verhindert, dass die Drehung unkontrolliert wird. Sobald du deine Landung siehst, ziehst du ihn nach unten.
- Schau beim Runterkommen fast nach Luv. Schau dahin, wo du hinwillst.
- Zieh hinteres Knie und Bein unter der Bar durch und lass die vordere Schulter nach unten und nach Luv fallen.
- Lande mit Speed, zuerst auf dem Tail, aber mit dem Gewicht vorn.
Typische Fehler und ihre Korrektur
Fehler
Du sendest, hebst ab und nichts dreht sich. Oder du kippst nach hinten weg und fliegst aus den Straps.
Korrektur
Arbeite zuerst an Boardspeed und sauberer Kante: ein Board mit Speed klebt nicht am Wasser und kommt mit hoch. Beim Back Loop aus Toeside steckt hinter demselben Symptom auch ein Kite, der vor dem Absprung schon zu weit hinten war. Starte tiefer und send entschlossener.
Fehler
Das hintere Bein wird weich, während du das Gewicht nach hinten verlagerst.
Korrektur
Es drückt weiter gegen den Zug, während du aufs Tail rollst. Wird es weich, wandert der Kite zu weit nach hinten und es passiert nicht viel.
Fehler
Von der Toeside-Kante kommst du kaum vom Wasser weg.
Korrektur
Trimm den Sweet Spot so, dass du den Kite klar ansenden kannst, ohne ihn zu stallen. Stallt er, zieht er dich von der Kante hoch. Mehr Anfahrtsspeed hilft zusätzlich: das Board kantet sauber statt zu kleben, und du kannst aggressiver senden.
Fehler
Du überdrehst und verlierst die Orientierung.
Korrektur
Überrotation ist ein häufiger Fehler: dreh nicht zu schnell, sonst verlierst du die Orientierung. Bei der Toeside-zu-Toeside-Variante heißt ein Vorbeidrehen an der Landung, dass der Kite zu hoch steht. Bring ihn direkt nach dem Absprung nach vorn und zieh ihn nach unten, sobald du siehst, wo du landest.
Fehler
Bei der Landung springst du auf und bleibst stehen.
Korrektur
Dir fehlt Vorwärtsspeed und/oder Gewicht auf dem vorderen Fuß bei der Landung. Halte den Kite in Vorwärtsbewegung und gib ihm vor dem Aufkommen einen ordentlichen Dive.
Wenn es schiefgeht
- Erst der freie Raum. Stell sicher, dass vor dir und in Lee nichts im Weg ist, und halt dich beim Lernen weit weg von anderen. Das ist Schritt eins der Back-Roll-Abfolge im Handbook, das ausdrücklich vor Orientierungsverlust und Stürzen bei Back-Roll-Versuchen warnt.
- Wenn dich der Kite mit einem heftigen Ruck erwischt, lass die Bar los.
- Wenn es nicht klappt, fahr den Trick, ohne abzuheben: Board bleibt auf dem Wasser, die Rotation drehst du dort zu Ende.
Lern das mit einem Coach, nicht von einer Seite
Dieser Guide erklärt, was der Move ist und woran Rider scheitern, damit du mit einem klaren Plan an den Spot kommst. Er kann deinen Kite nicht beobachten, die kommende Böe nicht lesen und dich nicht davon abhalten, etwas zu ziehen, für das du noch nicht bereit bist — ein Coach oder Instructor kann das.
Zertifizierte Schule findenBildungsreferenz, keine Ausbildung. Kitesurfen ist ein Risikosport: Die Schritte hier geben wieder, was benannte Schulen, Instructor und Technik-Bibliotheken lehren, und die Seite listet genau diese Quellen — echte Bedingungen bringen aber Wind, Böen, Wasserzustand, Verkehr und Materialverhalten mit, die kein geschriebener Guide abbildet. Schulen lehren zudem berechtigte Varianten; wo unsere Quellen sich widersprechen, sagt die Seite das, statt eine Version zu wählen. Schätz deine eigene Bereitschaft ein, nutz die Sicherheitssysteme an deinem Kite und zieh keinen Move, nur weil eine Seite ihn machbar klingen lässt. KitesurfingOfficial übernimmt keine Haftung für die Nutzung dieser Informationen auf dem Wasser.
Fragen aus der Praxis
Was sollte ich können, bevor ich einen Toeside Backroll probiere?+
Das Kitesurfing Handbook ist da eindeutig: Du solltest Höhe halten, springen und toeside fahren können, bevor du es probierst. MACkite ergänzt echte Zeit auf dem Wasser, in der du toeside über kleine Chop-Kanten poppst. Wer nur heelside springt, ist aus diesem Winkel muskulär schwächer und hat das Bewegungsmuster nicht drin. Für die Grab-Variante veröffentlicht IKSURFMAG keine Checkliste, schreibt aber, dass dein Toeside darüber entscheidet, wie gut der Rest läuft, und dass sich der Grab natürlich anfühlt, wenn du Tail Grabs schon sicher draufhast.
Wie viel Wind brauche ich?+
Keine dieser Quellen nennt eine Zahl in Knoten. Das Kitesurfing Handbook sagt klar, dass ordentlich Druck im Kite hilft, und rät von Back Rolls bei Leichtwind ab oder wenn dein Kite für die Bedingungen zu klein ist. IKSURFMAG schreibt, dass der Toeside Back Roll Grab bei so ziemlich allen Bedingungen geht, sobald die Grundlagen sitzen.
Wo steht der Kite, und was machen meine Hände?+
11 Uhr auf dem einen Schlag, 1 Uhr auf dem anderen, außen am Rand des Windfensters, beide Hände an der Bar, damit der Send kurz und knackig kommt. Sobald du steigst, ziehst du die Bar gerade: den Kite daran zu hindern, weiter nach hinten ins Fenster zu wandern, ist an der Stelle das Wichtigste. Das Kitesurfing Handbook lässt dich die Hände außerdem eng zusammen in der Mitte der Bar halten, damit du den Kite nicht aus Versehen umlenkst.
Warum zieht mich der Kite immer nach hinten statt nach oben?+
IKSURFMAG antwortet darauf: Der Kite ist schon zu weit nach hinten ins Fenster gewandert, bevor du vom Wasser weg warst. Starte mit dem Kite tiefer, send entschlossener und halte das hintere Bein gegen den Zug, während du dein Gewicht nach hinten bringst. Wird es weich, geht der Kite zu weit nach hinten und es passiert nicht viel.
Was mache ich, wenn es mitten in der Rotation schiefgeht?+
Das Kitesurfing Handbook sagt es ungeschminkt: Wenn dich ein heftiger Ruck erwischt, lass die Bar los. Es warnt außerdem, dass Back-Roll-Versuche zu Orientierungsverlust und Stürzen führen können, deshalb steht freier Raum an Schritt eins. Wenn es hakt, fahr den Trick, ohne abzuheben: Board bleibt auf dem Wasser, die Rotation drehst du dort zu Ende.
Weiterlesen
Quellen
Jeder Schritt auf dieser Seite ist auf die Quellen unten zurückführbar. Wo sie sich widersprechen oder schweigen, sagt die Seite das, statt zu raten.
- IKSURFMAG — How to Back Roll Grab from Toeside (Intermediate technique)
- IKSURFMAG — How to Back Loop From Toeside to Toeside (Intermediate technique)
- IKSURFMAG — How to Back Loop Kite Loop from Toeside (Intermediate technique)
- MACkite — Toeside Backroll Transition (Downloadable Trick Tips)
- Kitesurfing Handbook — Back rolls
- IKSURFMAG — 6 Backroll Variations You Should Try (Steven Akkersdijk masterclass)