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Ein Kitesurfer hoch über dem Meer vor offenem Himmel, der Kite deutlich darüber, das Board unter dem Fahrer.

Geschichte · 2008–2017

Zwei Schulen: Wakestyle und Big
Air

Der Sport teilte sich in zwei Richtungen: Ausgehakte Rider fuhren tief und technisch, Big Air ging so hoch, wie der Wind es zuließ.

  • 2008–2017
  • 6 Meilensteine
Jernej Furman, CC BY 2.0, via Wikimedia CommonsCC BY 2.0commons.wikimedia.org

By 2008 the sport had split into two answers to the same question — what do you do with the pull? One school took it low and technical, off the hook, judged on precision. The other took it as high as the wind allowed.

This decade is also where kitesurfing first tried to become Olympic and failed. A federation vote put it into the 2016 programme and a later vote took it back out, inside the same year. Both dates are on this page, because the second one is usually left off.

Die Chronik

Zwei Schulen: Wakestyle und Big Air

  1. 2008

    Kiteboarding bekommt eine Klasse im Segelverband

    Guillaume Fournier gründete die International Kiteboarding Association, und im selben Jahr kam Kiteboarding ins Klassensystem der ISAF. Als das ISAF Equipment Committee im November 2009 in Busan tagte, ging es davon aus, dass Kiteboards "were now an ISAF Class" — und behandelte dabei einen Antrag mit der Ueberschrift "Kiteboarders – Obtaining designation as an International or Recognised Class".

    Warum das zählte: Klassenstatus bringt eine Disziplin vor die Komitees, die die Regularien schreiben. Das Protokoll von 2009 zeigt die Folge: Die ISAF musste Zahlenkriterien für Kiteboard-Klassen festlegen, und das Komitee stimmte einstimmig dafür, sie von den Windsurf-Kriterien zu übernehmen.

    Die Quellen widersprechen sich

    Was hiess "eine ISAF-Klasse" für Kiteboarding 2008 konkret?

    1. Kiteboarding wurde 2008 als internationale ISAF-Segelklasse aufgenommen, mit der IKA als internationaler Klassenvereinigung.

      Belegt nicht: Keine der beiden Quellen nennt ein Datum innerhalb von 2008, eine Antragsnummer oder ein entscheidendes Gremium — der Monat bleibt damit offen.

      IKSURFMAG — 100 Moments: A Kitesurfing Timeline (Issue 100)BKSA and IKA presentation to the ISAF Symposium, Dublin, March 2012 (hosted on sailing.org)

    2. Noch im November 2009 hatte die ISAF keine Regelung dafür, wie eine Kiteboard-Klasse International- oder Recognised-Status erhält, und ihr Equipment Committee empfahl, diese Anforderungen vom Windsurfen zu übernehmen.

      Belegt nicht: Dasselbe Protokoll sagt, Kiteboards seien bereits eine ISAF-Klasse gewesen. Es heißt also nicht, dass Kiteboarding 2008 außerhalb des Verbands stand, sondern dass die Kriterien nachträglich geschrieben wurden.

      ISAF Equipment Committee Minutes, 10 November 2009, Busan (MIN_EQ_2009)

    Was nicht strittig ist: Alle drei Belege stimmen darin überein, dass Kiteboarding ab 2008 im ISAF-Klassensystem war und die IKA seine Klassenvereinigung.

    Was es klären würde: Das Protokoll des Equipment Committee oder des Council von der ISAF Annual Conference im November 2008 in Madrid, mit Antrag und Entscheidung. Der Dokumentenserver der ISAF liefert keine Protokolldatei von 2008, und das Internet Archive hatte keine Kopie.

    Erklärte Lücken in der Überlieferung (2)

    Recherchenotizen, im englischen Original belassen.

    • places
    • date precision: no ISAF document I could open dates the 2008 decision to a month, so this ships as year precision

    IKSURFMAG — 100 Moments: A Kitesurfing Timeline (Issue 100)ISAF Equipment Committee Minutes, 10 November 2009, Busan (MIN_EQ_2009)BKSA and IKA presentation to the ISAF Symposium, Dublin, March 2012 (hosted on sailing.org)

  2. 2008

    Mitu Monteiro holt den KPWT-Wave-Weltmeistertitel

    Der Rider-Eintrag von F-ONE führt Monteiro aus Kap Verde als "KPWT Wave Master World Champion (2008)", in Waves und Strapless-Freestyle. IKSURFMAGs Zeitleiste datiert seinen Weltmeistertitel auf dasselbe Jahr und schreibt ihm zu, eine Generation von Ridern zum Strapless gezogen zu haben.

    Warum das zählte: Der Sport fuhr damals zwei Welttouren, KPWT und PKRA. Ein Strapless-Wave-Rider und ein eingehakter Freestyler konnten also in derselben Saison je einen Weltmeistertitel halten.

    Erklärte Lücken in der Überlieferung (2)

    Recherchenotizen, im englischen Original belassen.

    • places
    • the KPWT event and date that decided the 2008 wave title — the tour's own results are no longer online

    F-ONE — Mitu Monteiro rider recordLaureus World Sports Awards — Gisela Pulido, Action Sportsperson of the Year 2007 nominee

  3. Oktober 2008

    Aaron Hadlows fünfter Freestyle-Weltmeistertitel in Folge

    Hadlow gewann die PKRA-Freestyle-Weltmeisterschaft im fünften Jahr hintereinander. Laureus, wo er 2009 auf der Shortlist für Action Sportsperson stand, hielt fest, er "was 20 the day before he won his fifth title in October". IKSURFMAG beziffert das Feld 2008 auf 100 Starter und nennt Youri Zoon und Kevin Langeree als seine Herausforderer.

    Erklärte Lücken in der Überlieferung (3)

    Recherchenotizen, im englischen Original belassen.

    • why
    • places
    • the event and exact date that decided the 2008 title — no PKRA results document is still online

    Laureus World Sports Awards — Aaron Hadlow, Action Sportsperson of the Year 2009 nomineeIKSURFMAG — 100 Moments: A Kitesurfing Timeline (Issue 100)

  4. 5. Mai 2012

    Kiteboarding wird in die Olympischen Spiele 2016 gewählt

    Beim Mid-Year Meeting wählte das ISAF Council Kiteboarding als Board-Event der Männer und Frauen für Rio 2016, anstelle des Windsurfens. Der eigene Bericht der ISAF sagt deutlich, wie weit das ging: Die Evaluationsgruppe hatte Kiteboarding für World Cup und Weltmeisterschaften empfohlen, und "Council went one step further and selected Kiteboarding for the Rio 2016 Olympic Sailing Competition as well".

    Warum das zählte: ISAF-Präsident Göran Petersson nannte am selben Tag die Begründung des Verbands: "Kiteboarding has proven to us that it is ready to be included into the list of prestigious ISAF Events and it is a fantastic addition to the sailing programme for the 2016 Olympic Games."

    Erklärte Lücken in der Überlieferung (1)

    Recherchenotizen, im englischen Original belassen.

    • places: the host city of the May 2012 Mid-Year Meeting is not stated in the body of any source I could open

    World Sailing — ISAF Selects Kiteboarding For Rio 2016 (5 May 2012)Yachting World — Windsurfing Back in Olympics (Matthew Sheahan, 12 November 2012)

  5. 10. November 2012

    Sechs Monate später stimmt die Mitgliedschaft es wieder heraus

    Die ISAF General Assembly tagte im Pavilion Theatre in Dun Laoghaire und änderte Regulation 23.1.4 für beide Board-Events zurück auf RS:X. Das Protokoll hält das Ergebnis fest: "58 approve – 113 participated", bei 46 Ablehnungen und 9 Enthaltungen. Das Council hatte seine Mai-Entscheidung tags zuvor bestätigt, aber nur 26 von 38 Mitgliedern stimmten dafür, die Kiteboarding-Anträge wieder aufzurufen, und die Regularien verlangten 75 Prozent. Also wanderte die Sache ins Plenum der General Assembly.

    Warum das zählte: Die beiden Gremien stimmen mit unterschiedlichen Hürden ab. Das Council brauchte drei Viertel seiner Mitglieder, um das Thema überhaupt wieder aufzurufen, die General Assembly nur eine Stimme mehr als die Hälfte. Dieser Unterschied liess 113 nationale Delegierte kippen, was 38 Council-Mitglieder entschieden hatten.

    Erklärte Lücken in der Überlieferung (1)

    Recherchenotizen, im englischen Original belassen.

    • people: the minutes name the officers presiding but not a proposer for the winning amendment

    ISAF General Assembly Minutes, 10 November 2012, Pavilion Theatre, Dun Laoghaire (GA201211)Yachting World — Windsurfing Back in Olympics (Matthew Sheahan, 12 November 2012)World Sailing — ISAF Selects Kiteboarding For Rio 2016 (5 May 2012)

  6. 3. Februar 2013

    King of the Air kommt zurück, in Big Bay

    Red Bull fuhr King of the Air nach sieben Jahren Pause wieder in Big Bay bei Kapstadt, bei rund 30 Knoten und zwei Meter Welle. Gewertet wurde nach "the height, creativity and style of the tricks", und aus einem Vierer-Heat flog nach zehn Minuten ein Rider raus und am Ende ein zweiter. Jesse Richman gewann. Nick Jacobsen wurde Zweiter, Sam Light Dritter und Youri Zoon Vierter.

    Warum das zählte: Die Wertung nach Höhe gab dem eine Punktzahl, was Big-Air-Rider ohnehin suchten. Progression schrieb am Tag danach vom Strand: "The King of the Air event is firm back on the kitesurfing map".

    Erklärte Lücken in der Überlieferung (1)

    Recherchenotizen, im englischen Original belassen.

    • a primary organiser record: Red Bull's own results page for the 2013 edition, which blocks automated fetching

    Naish — Jesse Richman Crowned 2013 Red Bull King of the Air (13 February 2013)IKSURFMAG — Red Bull King of the air Cape Town 2013 (4 February 2013)Progression Sports — Red Bull King of the Air 2013 (4 February 2013)

Fragen

Häufige Fragen

War Kiteboarding fast bei Olympia 2016 dabei?+

Ja, und dann doch nicht. Der internationale Segelverband stimmte im Mai 2012 dafür, Kiteboarding anstelle des Windsurfens ins Programm von Rio 2016 zu nehmen, und seine Generalversammlung kippte das im November desselben Jahres wieder. Das olympische Debüt kam stattdessen bei Paris 2024.

Quellen dieser Seite

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