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Ein Kitesurfer in der Luft über kabbeligem Wasser, das Board an den Füßen, die Leinen laufen zu einem Kite außerhalb des Bildes.

Geschichte · 2001–2007

Depower und das
Loslassen

Vier Leinen, ein funktionierendes Quick Release und ein Kite, der sich auf Kommando flach ziehen ließ, änderten, wer überhaupt fahren konnte.

  • 2001–2007
  • 5 Meilensteine
Photo: Angela Sevin, licensed CC BY 2.0, via Wikimedia CommonsCC BY 2.0commons.wikimedia.org

Everything on this page is about the same question: how do you make a kite stop pulling? The first generation could not really be turned off, and that one fact decided who was able to ride at all.

The answers came as patents and as standards rather than as tricks — a bridle that changes the wing's angle to the wind, a release you can reach under load, and eventually a written safety standard. This is the least glamorous era in the sport and the one that opened it to everybody else.

Die Chronik

Depower und das Loslassen

  1. 2001

    Cabrinha, Ozone und Flysurfer bringen ihre ersten Kites raus

    Drei Marken, die bis heute Kites bauen, brachten ihre ersten Ranges raus. Flysurfer datiert den eigenen Markteintritt auf 2001, mit einer Ram-Air-Kappe, die sich selbst füllte und über die Profilverstellung depowerte. IKSURFMAG datiert Cabrinhas Start und den Kite-Launch von Ozone auf dasselbe Jahr. Cabrinhas eigene Seite legt den Zusammenschluss mit dem Segelmacher Neil Pryde ein Jahr früher, auf 2000.

    Warum das zählte: Der Kitebau wanderte in Firmen, die ohnehin Flügel bauten. Hinter Cabrinha stand die Segelproduktion von Neil Pryde für Yachten und Windsurfen, und Flysurfer ist eine Marke des Gleitschirmherstellers Skywalk.

    Die Quellen widersprechen sich

    Wann fing Cabrinha an?

    1. Cabrinhas eigene Seite datiert den Zusammenschluss mit Neil Pryde auf 2000.

      Belegt nicht: Ab wann Cabrinha-Kites tatsächlich im Handel waren.

      Cabrinha — About Cabrinha

    2. IKSURFMAG datiert Cabrinhas Markteintritt und die Inflatable-Range auf 2001.

      Belegt nicht: Wann die Firma selbst entstand, was ihre eigene Seite ein Jahr früher ansetzt.

      IKSURFMAG — 100 Moments: A Kitesurfing Timeline (Issue 100)

    Was nicht strittig ist: Beide Angaben liegen keine zwölf Monate auseinander, und beide nennen Neil Pryde.

    Was es klären würde: Eine datierte Cabrinha-Preisliste, ein Händlerkatalog oder ein Messebeleg von 2000 oder 2001, auf dem Kites zum Verkauf stehen.

    Erklärte Lücken in der Überlieferung (1)

    Recherchenotizen, im englischen Original belassen.

    • ozone-second-source

    FLYSURFER — 20 Years of FLYSURFERIKSURFMAG — 100 Moments: A Kitesurfing Timeline (Issue 100)Cabrinha — About Cabrinha

  2. 9. Dezember 2003

    Das Vierleiner-Bridle, mit dem ein liegender Kite wieder hochkommt

    Bruno Legaignoux' US 6,659,031 B2 wurde am 9. Dezember 2003 veröffentlicht. Beschrieben ist ein Kite an zwei Front- und zwei Backlines, mit je einer Umlenkrolle an den Wingtips und zwei Hilfsleinen von den Backlines zur Abströmkante. Zieht man an den Backlines, kippt die Kappe von der Anströmkante weg und geht wieder hoch. Dasselbe Dokument trägt die Priorität vom 7. November 2000 und das US-Anmeldedatum 19. April 2001, deshalb kursieren drei Jahreszahlen dazu. Es zitiert den früheren aufblasbaren Flügel der Brüder, US 4,708,078.

    Warum das zählte: Das Patent benennt das Problem selbst: Je größer der Kite, desto schwerer bekommst du ihn wieder hoch, wenn er auf der Anströmkante liegt. Sein erklärtes Ziel ist der Relaunch mit denselben vier Leinen, die du ohnehin in der Hand hast, ohne Extraleinen zur Abströmkante.

    Patentzeichnung eines Kites von vorn mit einer verzweigten Waage, deren Leinen von der Anströmkante zu zwei Anknüpfpunkten laufen.

    Die Waage ist das Teil, das Depower überhaupt möglich machte. Verteilt sie die Last auf viele Punkte, kann der Flügel seinen Anstellwinkel ändern, statt nur an oder aus zu sein.

    Drawing sheet 1 from US Patent 6,659,031 B2, "Bridle for power kite launching" (inventor Bruno Legaignoux). United States Patent and Trademark Office. Public domain.Public domain (US government work)patents.google.com
    Erklärte Lücken in der Überlieferung (1)

    Recherchenotizen, im englischen Original belassen.

    • places

    US 6,659,031 B2 — Bridle for power kite launching (B. Legaignoux)IKSURFMAG — 100 Moments: A Kitesurfing Timeline (Issue 100)

  3. 1. März 2004

    Der Bow Kite wird angemeldet: flache Mitte, konkave Abströmkante

    Dominique und Bruno Legaignoux meldeten am 1. März 2004 FR 0402094 an: ein Flügel mit negativem Diederwinkel, dessen Mittelteil von Bridle-Leinen flach gehalten wird, die durch Führungen an der Anströmkante laufen. Der Abstract beschreibt eine konkave Abströmkante. Die Anmeldung wurde am 2. September 2005 als FR 2 866 859 A1 veröffentlicht. Das US-Mitglied der Familie, US 7,374,133 B2, wurde am 28. Februar 2005 eingereicht und am 20. Mai 2008 veröffentlicht. IKSURFMAG datiert den Bow Kite auf 2005 und nennt Cabrinhas Crossbow und Takoons Nova als die Kites, die ihn trugen.

    Warum das zählte: Das Patent sagt selbst, was die flache Mitte bringt. Bei einem Flügel an mehr als zwei Leinen öffnet sich das Profil weiter, wenn du die Backlines rauslässt, und der Kite verliert mehr Power, wenn eine Bö kommt oder du die Kontrolle verlierst.

    Die Quellen widersprechen sich

    War der Kite mit flacher Mitte 2004 neu?

    1. IKSURFMAG schreibt den Bow Kite einem neuen Legaignoux-Patent zu, gebaut haben die Kites Cabrinha und Takoon.

      Belegt nicht: Dass es vorher keinen abgeflachten Flügel auf dem Markt gab.

      IKSURFMAG — 100 Moments: A Kitesurfing Timeline (Issue 100)

    2. Der Hintergrundteil des Patents nennt bereits verkaufte Flügel mit abgeflachter Mitte unter den Marken GAASTRA und FLEX und stellt die Erfindung als Lösung für deren Widerstand dar.

      Belegt nicht: Dass diese Flügel genauso weit depowerten oder dass sie jemand Bow Kites nannte.

      US 7,374,133 B2 — Wing having a negative dihedron for towing a load (D. and B. Legaignoux)

    Was nicht strittig ist: Beide Seiten sind sich einig, dass die flache Mitte das Profil weiter öffnen lässt, wenn die Backlines rausgehen.

    Was es klären würde: Datierte Kataloge oder Testberichte zu den im Patent genannten GAASTRA- und FLEX-Flügeln, mit ihrer Bridle-Geometrie und ihrem Depower-Bereich.

    FR 2 866 859 A1 — Propulsive wing with negative dihedron for towing a load (D. and B. Legaignoux)US 7,374,133 B2 — Wing having a negative dihedron for towing a load (D. and B. Legaignoux)IKSURFMAG — 100 Moments: A Kitesurfing Timeline (Issue 100)

  4. Juli 2005

    Frankreich schreibt eine Prüfnorm für Kite-Sicherheitssysteme

    AFNOR veröffentlichte NF S52-503, eine nationale Norm auf 18 Seiten: den Zug des Kites reduzieren oder ganz wegnehmen, und den Fahrer vom Kite lösen. Erarbeitet hat sie die AFNOR-Kommission KITESURF. Sie stellt getrennte Anforderungen an Auslöser und Löser, dazu Prüfverfahren und mechanische Festigkeit. Sie legt auch fest, wie ein im Handel verkauftes Produkt gekennzeichnet sein muss.

    Warum das zählte: Ein Sicherheitssystem hatte jetzt eine geschriebene Messlatte statt nur das Wort des Herstellers. Flysurfer schreibt, dass der eigene Click-in-Quick-Release von 2006 nie in Serie ging, und nennt das AFNOR-Zertifikat als einen der Gründe.

    Erklärte Lücken in der Überlieferung (1)

    Recherchenotizen, im englischen Original belassen.

    • people

    AFNOR Editions — NF S52-503, Kitesurf: safety requirements relative to the reduction or counterbalancing of the tensile stress and release-related safety requirements, test methodsAFNOR Norm'Info — NF S52-503, followed by the KITESURF commissionFLYSURFER — 20 Years of FLYSURFER

  5. 2. Mai 2006

    Ein Patent schreibt auf, was am Wrist Leash falsch war

    US 7,036,771, eingereicht von Alexander S. Pouchkarev am 9. August 2004 mit Priorität vom 3. Juli 2002, wurde am 2. Mai 2006 veröffentlicht. Der Hintergrundteil hält fest, womit die Fahrer damals unterwegs waren: ein Vierleiner-Kite, dessen Frontlines in einem Trimmloop am Trapez zusammenlaufen, mit dem Wrist Leash als Notausgang. Danach beschreibt das Dokument, wie das Leash versagte, und schlägt eine Trimmleine durch einen Release vor, der den Anstellwinkel ändert, während du die Bar behältst.

    Warum das zählte: Es datiert und belegt das Problem, für das Chicken Loop und Quick Release gebaut wurden. Die Bar loslassen hiess: Der Kite verlor seine Power, indem er abstürzte, und danach hattest du den Leinensalat.

    Erklärte Lücken in der Überlieferung (1)

    Recherchenotizen, im englischen Original belassen.

    • places

    US 7,036,771 B1 — Kite safety, control, and rapid depowering apparatus (A. S. Pouchkarev)IKSURFMAG — 100 Moments: A Kitesurfing Timeline (Issue 100)

Fragen

Häufige Fragen

Was bedeutet Depower beim Kite?+

Depower heißt, den Zug eines Kites zu verringern, ohne ihn zu landen, indem sich der Anstellwinkel des Flügels zum Wind ändert. Damit wurde aus einem Kite mit fester Power einer mit nutzbarer Bandbreite — und deshalb deckt heute ein Kite ab, wofür man früher mehrere brauchte.