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Big Air · Experte

Doobie Loop

Der Doobie Loop ist ein Big-Air-Kiteloop, bei dem du im kritischen Moment zwei Inverted Frontrolls wirfst statt des einen im Boogie Loop.

Auch bekannt als: doobie · double inverted frontroll kiteloop

Voraussetzungen

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Im Baum baut noch nichts darauf auf — der Trick steht für sich.

Schulen lehren das unterschiedlich

Unsere Quellen widersprechen sich beim Zeitpunkt des Loops, und beide stammen von MACkite. Das Tutorial „Ride with Blake“ lehrt den Loop am Scheitelpunkt: Der Schritt heißt dort „Loop at the Apex“ und warnt „You don't want to loop too early and get pulled“, du sollst beim Einleiten die Kontrolle und etwas Höhe haben. Die Folge „Big Air Basics“ lehrt unter „Loop Early in Your Jump“ das Gegenteil und legt den Zug auf etwa 80 Prozent der gesamten Sprunghöhe, mit der Begründung, dass am schwerelosen Punkt die Leinenspannung weg ist und der Kite dann langsamer loopt.

Ideale Bedingungen

Tief genug Wasser mit freiem Korridor nach downwind, denn ein loopender Kite zieht dich erst nach hinten und downwind, bevor er dich wieder loslässt. Loop-Kites laufen bei 11 Quadratmetern und darunter; alles Größere loopt langsam und bringt wenig. Deine Sprünge sollten über der 5- bis 6-Meter-Marke liegen, bevor du Rotationen dazunimmst, und die Loops auf 2 bis 3 Metern sitzen zu dem Zeitpunkt schon sauber. Zur Einordnung, wie der Trick auf Topniveau aussieht: Beim Red Bull King of the Air 2024, wo Andrea Principi einen Doobie Loop Board Off gestanden hat, drehte der Cape Doctor am späten Nachmittag auf 40 Knoten auf, bei 2,5 bis 3,1 Meter Südwest-Swell den ganzen Tag.

So geht's

  1. 1. Bevor du es angehst

    • Steh Kiteloops, Frontrolls und Backroll-Kiteloops sicher, bevor du dich an den hier ranwagst. Alle drei sind Pflicht.
    • Übe Inverted Frontrolls, bis du nicht mehr drüber nachdenken musst: poppen, das vordere Knie an die Brust ziehen, Schultern und Kopf nach vorn und unten drehen, Füße über den Kopf kicken. Das Muskelgedächtnis muss sitzen, damit du den Loop ziehen kannst, ohne an den Salto zu denken.
    • Bring deine Kiteloops über die 5- bis 6-Meter-Marke. Vorher machst du sie auf 2 bis 3 Metern sauber, da landest du sicher, ohne dass dich der Schwung des Kites auffangen muss.
    • Die Höhe dazwischen ist das gefährliche Fenster: hoch genug, dass du nach dem Loop im freien Fall bist, und noch zu niedrig, als dass der Kite rechtzeitig hochsteigt und dich auffängt.
    • Schau nach Lee, bevor du losgehst. Ein loopender Kite zieht dich nach hinten und downwind, du brauchst also freien Platz hinter dir und etwas Wasser unter dir.
    • Bau einen 11er oder kleiner auf. Größere Kites loopen zwar auch, sind aber viel langsamer, schwieriger und nicht besonders effektiv.
  2. 2. Senden und poppen

    • Send den Kite entschlossen nach hinten, Bar am Sweetspot, aber nicht so aggressiv wie für einen Boost auf maximale Höhe.
    • Achte darauf, wie weit der Kite hinter dich wandert. Je weiter hinten, desto tiefer loopt er, und ein tiefer Loop heißt harte Landung.
    • Kante hart gegen den Kite an, Druck auf den hinteren Fuß, und häng dein Gewicht gegen den Zug nach oben. Saubere Kante und sauberer Pop sind der Grund, warum Loops über 6 Meter konstant funktionieren.
    • Verlass das Wasser so senkrecht wie möglich.
    • Stell die Bar gerade und zieh sie rein, während der Kite dich hochzieht, dann wirf dich nach vorn und unten wie in jeden anderen Frontroll.
    • Wenn du ziehen willst, steht der Kite auf 12 oder eine Idee davor. Schießt er darüber hinaus, geht der Loop tief und hinter dir los und erzeugt eine Kraft zurück gegen deine Fahrtrichtung.
  3. 3. Zwei Rotationen, während der Kite in die andere Richtung geht

    • Schieb die hintere Hand ans Ende der Bar, sobald du anfängst zu rotieren, dann hast du genug Hebel, um die Bar reinzureißen. Wenn dir das zu viel ist, setz die Hand schon vor dem Absprung um.
    • Starte den Loop bei etwa 80 Prozent deiner Sprunghöhe. Wartest du bis zum schwerelosen Punkt ganz oben, ist weniger Zug auf den Leinen, und der Kite loopt beim Ziehen langsamer.
    • Zieh die hintere Hand hart und zieh sie durch bis an die Hüfte. Je schneller der Kite rumkommt, desto schneller dreht sich dein Körper mit.
    • Die vordere Hand macht nichts. Sie hält die Bar drin, die ganze Arbeit macht der hintere Arm, denn wenn die Bar rausrutscht, dreht der Kite einfach nicht.
    • Bleib klein. Das vordere Knie bleibt die ganze Zeit angezogen, denn mit gestreckten Beinen wirft dich der Loop aus der Achse und du verlierst die Orientierung.
    • Zwei Inverted Frontrolls im kritischen Moment machen aus dem Boogie einen Doobie. Wie die beiden Inversionen in einem Loop zusammenhängen, lehrt keine unserer Quellen — was hier steht, ist der Aufbau dorthin und nicht der Move selbst. Das Timing musst du dir bei jemandem holen, der ihn fährt.
  4. 4. Landung suchen und sauber absetzen

    • Schau während der Rotationen über die hintere Schulter, das vordere Ohr in der Achsel. Wo deine Augen hingehen, geht der Körper hinterher.
    • Schiel nicht nach dem Kite. Augen auf und warten, bis du beim Rumkommen die Landung siehst.
    • Gib die Bar raus, sobald du zu fallen anfängst. Die ausgelassene Bar wirkt wie ein Fallschirm und fängt dich.
    • Lass die Füße unter dich fallen, während der Druck rausgeht, und halte dein Gewicht mittig über dem Board, nicht auf eine Seite gekippt.
    • Lande flach, Nose nach downwind, und federe den Aufprall ab. Je schräger du runterkommst, desto härter die Landung.
    • Zieh kurz vor dem Aufsetzen an der vorderen Hand, damit du dem Kite nicht davonfährst.

Typische Fehler und ihre Korrektur

Fehler

Du lässt mit der hinteren Hand nach, sobald der Loop greift und der Zug kommt.

Korrektur

Zieh die Hand über die ganze Bewegung durch bis an die Hüfte. Hörst du früher auf, bist du mit der Rotation fertig, während der Kite noch wie verrückt zieht: Mach-10-Landung, und meistens haut es dich vorne raus.

Fehler

Die Bar rutscht aus dem Sweetspot, sobald der Druck kommt.

Korrektur

Halte sie die ganze Bewegung über drin. Rutscht sie raus, dreht der Kite einfach nicht, egal wie du an der hinteren Hand reißt, und am Ende klatscht er ins Wasser.

Fehler

Du ziehst den Loop ganz oben am Scheitelpunkt, im schwerelosen Moment.

Korrektur

Zieh bei etwa 80 Prozent deiner Sprunghöhe, solange noch Zug auf den Leinen ist. Wartest du bis ganz oben zum schwerelosen Punkt, loopt der Kite langsamer.

Fehler

Du schickst den Kite vor dem Ziehen zu weit hinter dich.

Korrektur

Halte ihn auf 12 oder sogar eine Idee davor, dann läuft der Loop mittig und direkt downwind von dir. Zu weit hinten geht der Loop tief und hinter dir los, erzeugt eine Kraft zurück gegen deine Fahrtrichtung und verschenkt viel von der Energie des Loops. Ein tieferer Loop heißt außerdem härtere Landung.

Fehler

Deine Beine strecken sich während der Rotation.

Korrektur

Zieh das vordere Knie an und bleib kompakt. Mit gestreckten Beinen wirft dich der Loop aus der Achse und du verlierst die Orientierung; klein und angezogen hast du Kontrolle, und ein leicht getweaktes hinteres Bein gibt dir Spielraum zum Korrigieren.

Wenn es schiefgeht

  • Zieh den Loop nie halb. Ziehst du nicht hart durch und machst ihn zu Ende, klatscht der Kite ins Wasser und nimmt dich mit. Wenn das Rad einmal läuft, fährst du deutlich besser damit, voll durchzuziehen, statt zu kneifen.
  • Bau dir den Versuch so auf, dass ein Fehlschlag glimpflich ausgeht: genug Platz, um von einem loopenden Kite nach hinten und downwind gezogen zu werden, ohne jemandem den Nachmittag zu ruinieren, und ein bisschen Wasser unter dir.
  • Respektiere das mittlere Höhenfenster. Du bist hoch genug, um nach dem Loop im freien Fall zu sein, und noch nicht hoch genug, dass der Kite rechtzeitig hochsteigt und dich auffängt. Bau die Höhe in Stufen auf und spring nicht direkt in dieses Fenster hinein.
  • Gib auf dem Weg nach unten die Bar raus. Die ausgelassene Bar wirkt wie ein Fallschirm und fängt dich im Fallen.
  • Brauchst du bei einem großen Loop einen Ausweg, gib die Bar raus, während der Loop rumkommt, und zieh mit der ehemals vorderen Hand einen Heli-Loop, weil du ohnehin als Transition landen willst. Das dreht die Leinen aus dem Loop wieder auf, alles ist offen und der Kite fliegt nach der Landung ruhig und sauber.

Lern das mit einem Coach, nicht von einer Seite

Das ist ein Move mit hohem Risiko. Die Quellen, aus denen er stammt, beschreiben Verletzungen dabei, und alle lehren ihn als Stufe, die man sich erarbeitet, statt sie zu probieren. Hol dir Coaching, bau es in Etappen auf, fahr mit Leuten, die dir helfen können, und nimm dir tiefes Wasser und freien Raum nach Lee.

Zertifizierte Schule finden

Bildungsreferenz, keine Ausbildung. Kitesurfen ist ein Risikosport: Die Schritte hier geben wieder, was benannte Schulen, Instructor und Technik-Bibliotheken lehren, und die Seite listet genau diese Quellen — echte Bedingungen bringen aber Wind, Böen, Wasserzustand, Verkehr und Materialverhalten mit, die kein geschriebener Guide abbildet. Schulen lehren zudem berechtigte Varianten; wo unsere Quellen sich widersprechen, sagt die Seite das, statt eine Version zu wählen. Schätz deine eigene Bereitschaft ein, nutz die Sicherheitssysteme an deinem Kite und zieh keinen Move, nur weil eine Seite ihn machbar klingen lässt. KitesurfingOfficial übernimmt keine Haftung für die Nutzung dieser Informationen auf dem Wasser.

Fragen aus der Praxis

Was ist der Unterschied zwischen Boogie Loop und Doobie Loop?+

Ein Boogie Loop ist ein Kiteloop mit einem Inverted Frontroll drin. Machst du im kritischen Moment zwei Inverted Frontrolls, heißt das Ganze Doobie Loop. North schreibt außerdem, dass der Trick auch mit Double Loop und mit Boardoffs gefahren wird.

Was muss ich stehen, bevor ich das probiere?+

Kiteloops, Frontrolls und Backroll-Kiteloops müssen alle sitzen. Und werde erst mit deinen Inverted Frontrolls vertraut, damit der Salto automatisch läuft, bevor der Kite dich hindurchzieht. Bei der Höhe gilt: Deine Kiteloops gehören über die 5- bis 6-Meter-Marke, nicht in den Baby-Loop-Bereich darunter.

Welchen Kite sollte ich fahren?+

Nichts größer als ein 11er, besser ein 10er. Größere Kites loopen zwar, sind aber viel langsamer, schwieriger und nicht besonders effektiv. Am schnellsten und kräftigsten loopen die Drei-Strut-C-Hybrid-Crossover, die genau dafür gebaut sind; MACkite empfiehlt sie Fortgeschrittenen bis Könnern (Duotone Dice, Cabrinha FX, Liquid Force NV, Naish Dash). Einsteiger bis Fortgeschrittene kommen mit Freeride-Kites wie Duotone Evo, Cabrinha Moto, Slingshot RPM oder Naish Pivot gut klar.

Wo wird es gruselig?+

Du fährst die Bewegung blind, die ganze Action passiert hinter dir: Du drehst in die eine Richtung, der Kite loopt in die andere. Ab dem Moment, in dem du die Bar reinreißt, gibt es kein Zurück, und wenn du nicht hart ziehst und den Loop zu Ende bringst, klatscht der Kite ins Wasser und nimmt dich mit.

Bringt der Trick im Wettkampf wirklich Punkte?+

Ja. Andrea Principis Doobie Loop Board Off bekam im Open-Division-Finale beim Red Bull King of the Air 2024 6,76 Punkte, als Teil des Laufs, der ihm den zweiten Titel in Folge sicherte. Die Judges bewerten Höhe, Extremität (zum Beispiel den Yank, also die horizontale Strecke, die ein Rider während eines Kiteloops zurücklegt), Technik (Rotationen, Boardoffs, Handlepasses, Grabs) und Ausführung, und kontrollierte Landungen sind für Topwertungen Pflicht.

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Quellen

Jeder Schritt auf dieser Seite ist auf die Quellen unten zurückführbar. Wo sie sich widersprechen oder schweigen, sagt die Seite das, statt zu raten.