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Big Air · Experte

S-Loop

Der S-Loop ist ein Big-Air-Kiteloop, der auf halber Strecke umgekehrt wird: halber Megaloop in die eine Richtung, dann zurück, und die Bahn ergibt ein S.

Voraussetzungen

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Im Baum baut noch nichts darauf auf — der Trick steht für sich.

Schulen lehren das unterschiedlich

Die Quellen sind sich beim Zeitpunkt des Loops wirklich uneinig. SoulKite Australia bringt den Kite in der Lernphase erst in den Zenit, bevor du an der Bar ziehst, und lässt dich früher loopen, sobald du sicherer wirst. MACkite sagt: ziehen bei rund 80 Prozent deiner gesamten Sprunghöhe, Kite auf 12 Uhr oder knapp davor, und sieht im Warten auf den schwerelosen Scheitelpunkt genau das, was den Loop kaputt macht. Das Kitesurfing Handbook liegt auf MACkites Linie: einleiten, solange der Kite noch steigt, damit er genug Speed für den Loop hat.

Ideale Bedingungen

Starkwind auf kleinem Kite. SoulKite Australia setzt Megaloop-Bedingungen bei 28 Knoten aufwärts auf einem 7er bis 9er an und würde große Loops auf allem über 11 m nicht empfehlen. Das sind SoulKites Zahlen für Loops allgemein, nicht für den S-Loop. North macht beim S-Loop selbst den Wind zur Bedingung, im Text von Colin Carroll: zu sehen in den ersten Heats, sofern der Wind reicht. Keine der Quellen, die ich geöffnet habe, nennt einen Wasserzustand oder Spot-Typ für den Trick.

So geht's

  1. 1. Senden und Pop

    • Nimm einen Starkwindtag und einen kleinen Kite. SoulKite Australia setzt Megaloop-Bedingungen bei 28 Knoten aufwärts auf einem 7er bis 9er an und würde große Loops auf einem Kite über 11 m nicht empfehlen.
    • Fahr eingehakt an, mit ordentlich Druck und auf harter Kante. Beim Kitesurfing Handbook fängt jeder Kiteloop genau da an, und MACkite sagt, konstante Loops kommen immer aus Kante und Pop.
    • Send den Kite von 10 Uhr über 11 und 12 hoch, Ende bei etwa 1 Uhr. Auf dem anderen Bug läuft es gespiegelt ab 2 Uhr.
    • Drück rund 90 Prozent deines Gewichts mit Kraft über den hinteren Fuß, bis das Board die Gischt etwa kopfhoch wegspritzt. Diese Gischt ist dein Pop.
    • Lös das Board vom Wasser, wenn der Kite von 10 auf 11 Uhr zurückdreht, und hol im selben Moment die Bar für vollen Druck an.
    • Die hintere Hand kommt ans Ende der Bar, damit du den Hebel hast, um den Loop zu reißen.
  2. 2. In die erste Loop-Hälfte

    • Zieh den Loop, solange der Kite noch steigt. MACkite setzt das bei rund 80 Prozent deiner gesamten Sprunghöhe an, nicht am höchsten Punkt.
    • Beim Ziehen steht der Kite auf 12 Uhr oder einen Tick davor. Lässt du ihn zu weit hinter dich fallen, kommt der Loop laut MACkite tief und hinter dir raus und wirft die Kraft gegen deine Fahrtrichtung zurück.
    • Zieh mit der hinteren Hand so hart und so schnell du kannst, während die vordere Hand nach vorn drückt.
    • Halt die Bar angeholt auf vollem Druck, während der Kite rumkommt.
    • Rechne damit, dass der Kite dich downwind zieht. SoulKite sagt: sei bereit, die Richtung zu wechseln und downwind zu fahren.
  3. 3. Umdrehen

    • Auf halber Runde schickst du den Kite zurück in die andere Richtung. North beschreibt die Form als im Grunde einen halben Megaloop, der andersherum zurückgetrieben wird, sodass der Kite ein S beschreibt.
    • Die Umkehr kommt genau in dem Moment, in dem sich ein normaler Loop ohnehin am übelsten anfühlt. Colin Carrolls Beschreibung für North: Du gehst in die eine Richtung, und genau wenn es brenzlig wird, gehst du in die andere.
    • Entscheide früh. SoulKite gibt dir am Anfang des Loops ein ziemlich großes Fenster bis etwa 3 Uhr, in dem du noch abbrechen kannst.
  4. 4. Auffangen und landen

    • Sobald der Loop zu ist, hörst du auf zu ziehen und drückst die Bar weg, damit der Kite zurück in den Zenit kann. SoulKite sagt es ohne Umschweife: zieh die Bar NICHT weiter, weil Zug auf den hinteren Leinen ihn nicht dorthin kommen lässt.
    • Fier die Bar aus, sobald der Kite den Loop beendet hat, so weit, dass er schneller über dich steigt und die Landung weicher wird. MACkite ergänzt: je höher du bist, desto weniger musst du ausfieren.
    • Steuer beim Runterkommen bestimmt. The Kitesurf Centre sagt, hab keine Angst davor, den Kite ordentlich zu steuern, weil er in kurzer Zeit einen weiten Weg durchs Fenster hat.
    • Richte das Board für die Landung downwind aus und lande leicht abfallend, um das Tempo aus dem Loop zu kontrollieren.
    • Lande auf der Heelside, Zehen nach downwind, und blockier die Knie nicht, sonst landest du auf dem Hintern.
    • Solange du den Trick aufbaust, lande auf deine starke Seite. MACkite sagt, das gibt dir beim Rausfahren der Landung mehr Spielraum für Fehler.

Typische Fehler und ihre Korrektur

Fehler

Du wartest auf das schwerelose Gefühl am höchsten Punkt des Sprungs, bevor du ziehst, weil dir der Ruck Respekt einjagt.

Korrektur

Zieh bei rund 80 Prozent deiner Sprunghöhe, solange der Kite noch steigt. Der Coach von MACkite sagt, er hat anfangs zu spät gezogen, weil er Angst vor dem Ruck hatte und dachte, er müsse so hoch wie möglich kommen. Am Scheitelpunkt liegt weniger Zug auf den Leinen, also loopt der Kite langsamer.

Fehler

Du lässt den Kite zu weit hinter dich treiben, bevor du den Loop ziehst.

Korrektur

Zieh mit dem Kite auf 12 Uhr oder sogar einen Tick davor. Zu weit hinten, sagt MACkite, wird der Loop tief und hinter dir, und die Kraft geht gegen deine bisherige Fahrtrichtung.

Fehler

Du hältst den Zug, obwohl der Kite schon wieder rum ist.

Korrektur

Drück die Bar weg und lass ihn zurück in den Zenit. SoulKite sagt es glasklar: zieh die Bar NICHT weiter, denn Zug auf den hinteren Leinen hält den Kite davon ab, wieder über dich zu kommen.

Fehler

Du prügelst Loops im mittleren Höhenband unterhalb der 6-Meter-Marke raus.

Korrektur

MACkite sagt, sei in dem Bereich vorsichtig: Du bist hoch genug, um nach dem Loop frei zu fallen, aber nicht hoch genug, dass der Kite rechtzeitig steigt und dich auffängt. Bau die Kante und den Pop auf, die dir konstante Loops ab 6 Metern aufwärts geben.

Fehler

Du probierst große Loops auf zu viel Kite.

Korrektur

SoulKite würde große Loops mit einem Kite über 11 m nicht empfehlen und setzt Megaloop-Bedingungen bei 28 Knoten aufwärts auf einem 7er bis 9er an.

Wenn es schiefgeht

  • Entscheide früh. SoulKite Australia sagt, du hast am Anfang des Loops ein ziemlich großes Fenster bis etwa 3 Uhr, in dem du den Abbruch noch entscheiden kannst.
  • Wenn du abbrichst, zieh hart auf der anderen Seite der Bar, um den Kite schnell zurück in den Zenit zu holen. SoulKite warnt, sonst fällst du wie ein Stein.
  • Zieh eine Impact Vest an. SoulKite nennt Rippenverletzungen als eine der häufigsten Verletzungen beim Loopen, und das Kitesurfing Handbook rät bei Kiteloops zum Gleichen.
  • Wenn du stürzt, lande auf dem Board auf der Heelside, Zehen nach downwind, und blockier die Knie nicht. SoulKite sagt, die üblen Crashes passieren meist auf dem Rücken oder auf der Seite.
  • Pass bei böigem Wind auf. Das Kitesurfing Handbook warnt, dass der Kite bei Böen plötzlich Druck verlieren kann.

Lern das mit einem Coach, nicht von einer Seite

Das ist ein Move mit hohem Risiko. Die Quellen, aus denen er stammt, beschreiben Verletzungen dabei, und alle lehren ihn als Stufe, die man sich erarbeitet, statt sie zu probieren. Hol dir Coaching, bau es in Etappen auf, fahr mit Leuten, die dir helfen können, und nimm dir tiefes Wasser und freien Raum nach Lee.

Zertifizierte Schule finden

Bildungsreferenz, keine Ausbildung. Kitesurfen ist ein Risikosport: Die Schritte hier geben wieder, was benannte Schulen, Instructor und Technik-Bibliotheken lehren, und die Seite listet genau diese Quellen — echte Bedingungen bringen aber Wind, Böen, Wasserzustand, Verkehr und Materialverhalten mit, die kein geschriebener Guide abbildet. Schulen lehren zudem berechtigte Varianten; wo unsere Quellen sich widersprechen, sagt die Seite das, statt eine Version zu wählen. Schätz deine eigene Bereitschaft ein, nutz die Sicherheitssysteme an deinem Kite und zieh keinen Move, nur weil eine Seite ihn machbar klingen lässt. KitesurfingOfficial übernimmt keine Haftung für die Nutzung dieser Informationen auf dem Wasser.

Fragen aus der Praxis

Wie viel Wind braucht ein S-Loop?+

Genug, um einen kleinen Kite hart zu loopen. SoulKite Australia setzt Bedingungen für große Loops und Megaloops bei 28 Knoten aufwärts auf einem 7er bis 9er an und würde große Loops über 11 m nicht empfehlen. Das sind ihre Zahlen für Loops allgemein, nicht speziell für den S-Loop. Der einzige Hinweis, den ich speziell zum S-Loop gefunden habe, kommt von North: erwartbar in den ersten Heats beim King of the Air, sofern der Wind reicht.

Was sollte ich schon können, bevor ich mich da rantraue?+

Das Kitesurfing Handbook nennt Downloop lernen sowie Springen und Landen lernen als Voraussetzung für Kiteloops überhaupt. SoulKite ergänzt: völlig sicher Höhe laufen, springen, sauber landen, Kitekontrolle, downwind fahren und Basistricks wie einen Backroll. MACkite sagt, konstante und verlässliche Loops ab 6 Metern aufwärts kommen immer aus deiner Kante und deinem Pop, und markiert das mittlere Band darunter als den Bereich, in dem du vorsichtig sein solltest.

Welche Kitegröße fahren die Rider, die S-Loops machen?+

Kleine. In IKSURFMAGs Bericht zum 2023er Big-Air-Launch von North sagte Luca Ceruti, er sei super gespannt, wozu die kleineren Größen fähig seien, speziell bei den Double Loops und S-Loops, und Marc Jacobs sagte, der 7er und der 6er seien beeindruckend für Double Loops.

Ist ein S-Loop dasselbe wie ein S-Bend?+

Nein, und wer das verwechselt, landet im falschen Tutorial. IKSURFMAG führt den S-Bend Pass unter Technik/Advanced und beginnt ihn als aggressiv gepoppten Frontloop Pass, deine nächste Stufe nach dem Blind-Landen. Das ist eine Rotation des Riders mit Bar Pass. Der S-Loop läuft über die Flugbahn des Kites und kommt aus dem Big Air: North beschreibt ihn als halben Megaloop, der andersherum zurückgetrieben wird.

Was macht ihn so schwer, und wo sitzt die Angst?+

Die Umkehr kommt genau an der Stelle, an der sich ein normaler Loop ohnehin am übelsten anfühlt. Colin Carrolls Satz für North: Du gehst in die eine Richtung, und genau wenn es brenzlig wird, gehst du in die andere. North nennt ihn eine der extremsten Bewegungen überhaupt, weil du den Kite auf halber Loop-Strecke in die andere Richtung schickst. Zum Zeitpunkt des Textes war er beim King of the Air noch nie gemacht und nicht einmal versucht worden; Marc und Luca hatten ihn drauf und packten Rotationen dazu, mit der Erwartung, dass die weit in die 8er gehen, wenn nicht in den 9-Punkte-Bereich.

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Quellen

Jeder Schritt auf dieser Seite ist auf die Quellen unten zurückführbar. Wo sie sich widersprechen oder schweigen, sagt die Seite das, statt zu raten.