Wasser leitet Wärme etwa 25-mal schneller vom Körper weg als Luft gleicher Temperatur. Diese Zahl ist Standard in der Kaltwasser-Sicherheitsliteratur. Deshalb fühlt sich 17 °C Wasser nach Problem an, während ein 17-°C-Tag nach Frühling schmeckt. Und deshalb ist Hypothermie auch in Wasser möglich, das die meisten mild nennen würden.
Unter etwa 10–15 °C kommen zwei Dinge vor der Hypothermie: der Kälteschock (das unwillkürliche Einatmen beim Eintauchen) und der Verlust der Fingerfertigkeit — taube Finger, die keinen Chickenloop und keine Leash mehr bedienen. Der US-Wetterdienst NWS wird beim ersten Punkt deutlich: Kälteschock in 10–15 °C kaltem Wasser trifft dich genauso hart wie bei 2 °C. Ein Neoprenanzug entschärft beides. Neopren hält einen dünnen Wasserfilm, den dein Körper einmal aufheizt, plus tausende Gasbläschen, die isolieren; das funktioniert nur, wenn der Anzug eng genug sitzt, dass der Film bleibt.
Unsere sieben Temperatur-Stufen sind ein Konsens, den wir aus vielen publizierten Guides der Surf- und Kite-Branche gebaut haben — darunter O'Neill, Rip Curl, Billabong und evo — gegeneinander geprüft und zu einer Tabelle zusammengeführt; wo Guides um ein Grad auseinanderliegen, halten wir die wärmere Kante. Die Anpassungen bestätigen die Marken selbst: Rip Curls eigener Guide schreibt, ein kalter ablandiger Wind könne die Empfehlung „um eine volle Stufe" verschieben, und Wärmeverlust summiere sich über lange Sessions. Genau das kodieren unsere Wind- und Session-Faktoren. Der Rechner erfindet nie einen Zwischenwert: Er wählt eine Stufe aus diesem Konsens und zeigt jede Anpassung offen.