Bei der Double Backroll Transition poppst du mit dem Kite auf 12 ab, drehst dich zweimal rückwärts und ziehst ihn zum Landen auf die andere Seite runter.
Auch bekannt als: Double Back Loop Transition · Double Back Roll Transition · Double BLT
Voraussetzungen
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Im Baum baut noch nichts darauf auf — der Trick steht für sich.
Schulen lehren das unterschiedlich
Die beiden großen Tutorials sind sich nicht einig, was der Kite macht. IKSURFMAG lehrt einen aktiven Send von 11 (oder 1) auf 12 in der Anfahrt, einen Pop vom hinteren Bein mit ganz durchgezogener Bar und einen harten Kite-Dive in dem Moment, in dem dich die Rotation trägt. MACkite lehrt gar keinen Send: Der Kite steht den ganzen Trick über auf 12, und der harte Redirect kommt erst, wenn beide Rotationen durch sind. Auch den Körper beschreiben sie unterschiedlich. MACkite teilt den Move in einen flachen 360er und danach einen Backflip mit nach hinten geworfenem Kopf, während IKSURFMAG ihn als eine Rotation im Steigen und eine im Fallen behandelt, mit angehobenen Füßen und angezogenen Knien.
Ideale Bedingungen
Keine unserer Quellen nennt für diesen Trick eine Windrange oder einen Wasserzustand. Fürs Lernen mehrfacher Rotationen allgemein hält New Wave Kiteboarding 12er- oder 14er-Bedingungen für ideal, weil große Kites langsamer fliegen und mehr verzeihen, und empfiehlt die langsamste Kite-Einstellung und eine hohe Kite-Position, solange der Move neu ist.
So geht's
1. Anfahrt und Send
- Fahr mit wenig bis mittlerem Tempo an. Mit zu viel Speed kriegst du deinen Schwung nicht weg und kommst nicht zurück in die andere Richtung.
- Fahr auf einer ordentlichen Kante, Gewicht nach hinten, Zug auf den Leinen. Dein hinteres Bein ist gebeugt, drückt aber weiter dagegen, nie weich.
- Starte mit dem Kite auf 11 Uhr, in der anderen Fahrtrichtung auf 1 Uhr.
- Schick den Kite schnell und scharf nach oben, während du härter gegen den Wind kantest. Die Kante hält gegen den Zug und bremst dich ab.
- Es muss ein echter Send sein. Lässt du den Kite stattdessen nur hochtreiben, spürst du den Lift zu spät und er ist schon viel zu weit hinter dich gewandert.
2. Pop und erste Rotation
- Popp vom hinteren Bein ab und zieh dabei die Bar rein, der Kite steht ungefähr auf 12 Uhr.
- Zieh die Bar mit beiden Händen ganz durch. Damit stoppst du die Kite-Bewegung und hältst ihn mittig über dir bei 12 Uhr, plus ein bisschen Extra-Lift.
- Halt den Kopf nach vorn zwischen den Armen, sonst überdrehst du die Rotation.
- Zieh die Knie an und mach dich klein. Klein heißt ausbalanciert und leichter zu drehen.
- Dreh die erste Rotation flach, Füße unter dir, du drehst mit der Bar mit.
- Popp nach oben in die Rotation, statt einfach in den Wind reinzucarven. Ohne ordentliche Höhe bleibt keine Zeit, den Move in zwei Hälften zu teilen: eine Rotation im Steigen, eine im Fallen.
3. Zweite Rotation
- Halt auf halber Höhe die Füße über dir und die Knie eng angezogen. Diese leicht kopfüber gekippte Position macht die zweite Hälfte deutlich einfacher.
- Schau in die Richtung, in die du drehst. Mit den Füßen oben folgen Körper, Beine und Board deinem Kopf und deinen Schultern.
- Zieh erst mal sanft an der linken Hand, der alten hinteren und jetzt neuen vorderen Hand, damit du dich in die zweite Rotation zurücklehnst.
- Oder die MACkite-Variante: Nimm den Schwung aus der ersten Rolle mit, wirf den Kopf nach hinten und zieh die Knie hart an.
- Wenn du willst, nimm einen Indy Grab mit. Der geht hier leicht und zwingt die Knie in die Hocke.
4. Dive, Landung, Weiterfahrt
- Sobald du merkst, dass du drehst, zieh den Kite hart nach unten.
- Zieh mit der hinteren Hand hart in die Gegenrichtung. Das peitscht den Kite rüber und zieht dich in die Transition.
- Pass beim Timing auf. Du brauchst den Zug, um die Rotation zu Ende zu bringen, aber ziehst du zu früh, landet der Kite tief und ohne Power, und dann musst du nach dem Aufsetzen noch einen späten Kiteloop nachschieben, um trocken zu bleiben.
- Lande downwind, leicht auf der Toeside-Kante.
- Kante beim Aufsetzen nicht hart an. Zu hartes Kanten ist der größte Landefehler, und downwind aus der Landung rauszufahren ist der Schlüssel zu allem.
Typische Fehler und ihre Korrektur
Fehler
Du lässt den Kite in der Anfahrt nur hochtreiben, statt ihn zu senden.
Korrektur
Schick ihn schnell und scharf von 11 (oder 1) auf 12. Dann spürst du den Lift rechtzeitig und der Kite ist bei der Landung nicht schon viel zu weit hinter dir.
Fehler
Beim Absprung lehnst du dich auf die hintere Hand zurück, damit stoppst du den Kite nie und lenkst ihn auch nicht auf 12.
Korrektur
Fahr den Move erst mal komplett mit dem Kite auf 12 Uhr und häng den Kite-Dive erst am Ende dran.
Fehler
Du konzentrierst dich auf die Rotation, statt dich nach oben abzuschießen, und landest auf der Kante quer zum Wind mit dem Hintern im Wasser.
Korrektur
Bemüh dich, in die Rotation hochzupoppen und nicht bloß in den Wind reinzucarven.
Fehler
Zu hartes Kanten bei der Landung.
Korrektur
Fahr aus der Landung downwind raus. Kaum jemand probiert das, und genau das ist der Schlüssel zu allem.
Fehler
Zu schnelle Anfahrt, du kriegst deinen Schwung nicht gestoppt und kommst nicht in die andere Richtung.
Korrektur
Fahr mit wenig bis mittlerem Tempo an.
Wenn es schiefgeht
- Wenn du überdrehst, geh einfach mit und zieh noch eine Rotation durch.
- Wenn du die Orientierung verlierst, lenk möglichst nicht mit der Bar. Sonst kann der Kite abtauchen oder loopen, und daraus wird eine extrem gefährliche Landung oder ein übler Abflug.
- Ziehst du den Kite zu früh runter, steht er tief und ohne Power, und nach der Landung bleibt dir nur noch ein später Kiteloop, um trocken zu bleiben.
- Am Anfang stellst du den Kite auf die langsamste Einstellung und lässt ihn hoch. Je sicherer du wirst, desto tiefer holst du ihn.
Lern das mit einem Coach, nicht von einer Seite
Dieser Guide erklärt, was der Move ist und woran Rider scheitern, damit du mit einem klaren Plan an den Spot kommst. Er kann deinen Kite nicht beobachten, die kommende Böe nicht lesen und dich nicht davon abhalten, etwas zu ziehen, für das du noch nicht bereit bist — ein Coach oder Instructor kann das.
Zertifizierte Schule findenBildungsreferenz, keine Ausbildung. Kitesurfen ist ein Risikosport: Die Schritte hier geben wieder, was benannte Schulen, Instructor und Technik-Bibliotheken lehren, und die Seite listet genau diese Quellen — echte Bedingungen bringen aber Wind, Böen, Wasserzustand, Verkehr und Materialverhalten mit, die kein geschriebener Guide abbildet. Schulen lehren zudem berechtigte Varianten; wo unsere Quellen sich widersprechen, sagt die Seite das, statt eine Version zu wählen. Schätz deine eigene Bereitschaft ein, nutz die Sicherheitssysteme an deinem Kite und zieh keinen Move, nur weil eine Seite ihn machbar klingen lässt. KitesurfingOfficial übernimmt keine Haftung für die Nutzung dieser Informationen auf dem Wasser.
Fragen aus der Praxis
Was sollte ich schon sicher stehen, bevor ich das probiere?+
Eine saubere, kontrollierte Backroll Transition. IKSURFMAG nennt sie BLT und macht den Double genau davon abhängig, warnt aber, dass Single und Double zwei deutlich verschiedene Moves sind. MACkite sagt, du musst erst eine ordentliche Air Transition können, und beschreibt die erste Rotation als flachen 360er wie bei deinen ersten Backrolls. New Wave Kiteboarding ergänzt: Vor jedem Double Backroll solltest du Sprünge sowohl regular als auch goofy sicher stehen.
Wo steht der Kite während des Tricks?+
Die beiden großen Tutorials lehren das unterschiedlich. IKSURFMAG sendet den Kite in der Anfahrt von 11 (oder 1) hoch auf 12, hält ihn über den ganzen Move mittig auf 12, indem du die Bar ganz durchziehst, und zieht ihn dann hart runter. MACkite lässt den Kite den kompletten Trick über auf 12 stehen, ganz ohne Send, und schickt ihn erst hart in die Gegenrichtung, wenn beide Rotationen durch sind. Einig sind sich beide: Während du drehst, bleibt der Kite auf 12, und der Redirect kommt am Ende.
Wie viel Wind brauche ich, und welchen Kite?+
Keins der Tutorials nennt für diesen Trick eine Windrange. Fürs Lernen mehrfacher Rotationen allgemein sagt New Wave Kiteboarding, 12er- oder 14er-Bedingungen seien ideal, weil große Kites langsamer fliegen und mehr verzeihen, und rät, den Kite beim Lernen auf die langsamste Einstellung zu stellen.
Warum lande ich ständig ohne Power im Kite?+
In den Tutorials tauchen zwei Ursachen auf. Wenn du den Kite nur hochtreiben lässt, statt ihn zu senden, spürst du den Lift zu spät und er ist schon zu weit hinter dich gewandert, also am Rand des Windfensters. Und wenn du ihn zu früh runterziehst, steht er tief und ohne Power, und dir bleibt nach der Landung nur der späte Kiteloop, um trocken zu bleiben.
Was kommt nach diesem Trick?+
Die Double Back Loop Down Loop Transition. Die zwei Rotationen bleiben, aber am Ende zieht dich ein Downloop des Kites raus, du musst den Kite also den ganzen Move über weiterfliegen. IKSURFMAG empfiehlt, dass du mindestens den Backroll auf Toeside sicher stehst und mit deinen Downloops klarkommst, bevor du das probierst. Und wenn du ohne Power rauskommst: Du musst den Kite vor dem Downloop nach vorne fliegen. Loopst du ihn von 12 oder von hinten, kommt nichts dabei raus.
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Quellen
Jeder Schritt auf dieser Seite ist auf die Quellen unten zurückführbar. Wo sie sich widersprechen oder schweigen, sagt die Seite das, statt zu raten.