Beim Foil Jump sendest du den Kite und gibst dem Tail einen Kick, damit der Frontwing aus dem Wasser kommt, bleibst kompakt und setzt flach wieder aufs Foil.
Auch bekannt als: small foil jumps · kite foil jump
Voraussetzungen
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Hilft vorher zu können
Schulen lehren das unterschiedlich
Die beiden Quellen mit echten Schritt-Details sind sich einig, dass die Nose downwind zeigt, aber beim Gewicht in der Landung gehen sie auseinander. IKSURFMAG lässt dich vor allem den hinteren Fuß belasten, der vordere hält nur dagegen, damit du keinen Delfinsprung machst. Blake Olsen von MACkite will das Gewicht mittig über dem vorderen Knie und dazu einen leichten Rücklehner, sobald du spürst, wie der Wing ins Wasser eintaucht. Keiner von beiden geht auf die Version des anderen ein. Such dir für die Landung einen Coach aus und bleib dabei.
Ideale Bedingungen
IKSURFMAGs ganzes Argument für Foil-Freestyle ist, dass du Tricks unter 15 Knoten üben kannst. Genau dieses Leichtwindfenster ist der Grund, warum Rider ihre Tricks aufs Foil mitnehmen und nicht aufs Twintip. Elite Watersports setzt die Anfängerprogression beim Foilen auf 12 bis 15 Knoten an, weil der Zug da berechenbar bleibt und der Lift leicht kommt. Lern neue Tricks nie bei starkem, böigem Wind, Kabbelwasser oder größeren Wellen.
So geht's
1. Die Anfahrt aufbauen
- Fahr sicher auf dem Foil und bekomm deine Jibes hin, bevor du Höhe jagst. In der Reihenfolge von The Foiling Collective steht der Sprung weit hinten: nach Bodydrag, Taxiing, Handwechseln, kurzen Flügen, längeren Flügen mit Geschwindigkeitskontrolle, Crashtechnik, Footswitch beim Taxiing und im Flug, Jibes, 360ern, dem Heel-to-Toe-Tack und dem Sitzen auf dem Foil. Backrolls und Frontrolls kommen erst danach.
- Lern neue Tricks nie bei schwierigen Bedingungen wie starkem, böigem Wind, Kabbelwasser oder größeren Wellen.
- Zieh Schutzausrüstung an: einen Neo mit langen Armen und Beinen, einen Helm und eine Prallschutzweste.
- Nimm für die ersten Versuche etwas Fahrt auf, so um die 20 km/h.
- Stell deine Flughöhe so ein, dass der Mast etwa zur Hälfte aus dem Wasser ragt und der Frontwing komplett unter Wasser bleibt.
- Geh den kompletten Trick im Kopf durch, bevor du aufs Wasser gehst.
2. Senden und poppen
- Steuer den Kite hoch wie bei einem Sprung mit dem Twintip.
- Bevor der Kite auf 12 Uhr steht, bring dein ganzes Gewicht auf den hinteren Fuß und gib dem Tail des Boards einen kurzen Kick, einen Pop.
- Nimm im selben Moment Druck vom vorderen Fuß, indem du das Knie nach oben ziehst.
- Zieh die Bar kräftig an, um die maximale Power aus dem Kite zu holen.
- Popp einen Tick früher. Das Timing ist auf dem Foilboard etwas anders als auf dem normalen Kiteboard, weil du mit dem Wing poppst und nicht mit der Kante. Sei also einen Moment eher dran und leg den Pop so, dass der Wing aus dem Wasser kommt, wenn der Kite auf 12 steht.
- Kipp das Foil von dir weg, upwind oder downwind, je nach Rotation oder Grab. Denk dran: Unter dir hängt ein Mast von drei bis vier Fuß, also gut 90 bis 120 Zentimeter.
3. In der Luft
- Lass die Bar angezogen, bis du am höchsten Punkt bist.
- Beug die Knie und zieh sie an die Brust. Je kompakter du bist, desto mehr Kontrolle hast du.
- Bleib so klein und kompakt wie möglich. Lässt du die Beine hängen, fängt das Zusatzgewicht des Foils an, dich zu drehen.
4. Landung
- Sobald du wieder runterkommst, schieb die Bar raus und mach dich zur Landung bereit.
- Stell dir ein Flugzeug vor, das auf einer Landebahn aufsetzt, nur liegt die Landebahn hier etwa 30 Zentimeter unter der Wasseroberfläche.
- Das Board soll flach auf der Oberfläche aufsetzen. Halt also dem Reflex stand, gegen den Kite anzukanten.
- Sobald du spürst, wie der Wing ins Wasser eintaucht, hältst du das Gewicht mittig über dem vorderen Knie und lehnst dich leicht zurück, um flach auszutrimmen.
- Belaste vor allem den hinteren Fuß und dreh die Nose deines Boards downwind, damit du wieder aufs Foil kommst und ins Gleiten gehst.
- Vergiss den Gegendruck mit dem vorderen Fuß nicht, sonst machst du einen Delfinsprung.
Typische Fehler und ihre Korrektur
Fehler
Du machst nach dem Aufsetzen einen Delfinsprung, statt sauber aufs Foil zu kommen.
Korrektur
Du hast den hinteren Fuß belastet, ohne dass etwas dagegenhält. Gib beim Aufsetzen Gegendruck mit dem vorderen Fuß und dreh die Nose downwind.
Fehler
Das Zusatzgewicht des Foils fängt in der Luft an, dich zu drehen.
Korrektur
Deine Beine hängen. Beug die Knie, mach dich so klein und kompakt wie möglich und halt diese Haltung bis zum höchsten Punkt.
Fehler
Du poppst mit Twintip-Timing, dadurch kommt der Pop zu spät.
Korrektur
Das Timing ist auf dem Foilboard etwas anders als auf dem normalen Kiteboard, weil du mit dem Wing poppst und nicht mit der Kante. Sei einen Moment eher dran, popp einen Tick früher und leg es so, dass der Wing aus dem Wasser kommt, wenn der Kite auf 12 steht.
Fehler
Du setzt auf der Kante auf.
Korrektur
Halt dem Reflex stand, gegen den Kite anzukanten. Setz flach auf, das Gewicht mittig über dem vorderen Knie, Oberkörper leicht zurück, um flach auszutrimmen.
Wenn es schiefgeht
- In dem Moment, in dem du merkst, dass der Trick schiefgeht und du ihn nicht stehen wirst, zieh die Bar kräftig an, damit der Kite dich vom Board wegzieht und du nicht reinfällst.
- Üb diesen Bar-Zug zuerst, bis er von allein kommt.
- Wenn du Angst vorm Sturz hast, lehn dich ein Stück nach hinten. Dann fällst du im Fall der Fälle nicht über das Board.
- Arbeite daran, wie du vom Foil fällst und wie du das Board wegdrückst. Das bringt enorm viel.
- Trag einen Helm, eine Prallschutzweste speziell fürs Foilen mit zusätzlicher Polsterung statt einer einfachen Auftriebsweste, und einen Neo mit langen Armen und Beinen. Ein Foil ist keine normale Finne: Es ist lang und sehr scharf, und das ganze Foilboard samt Foil hat bei einem Sturz jede Menge Wucht.
- Fahr mit zwei Straps oder ganz ohne, niemals mit einem. Rutscht ein Fuß raus, hol den anderen sofort auch raus.
Lern das mit einem Coach, nicht von einer Seite
Dieser Guide erklärt, was der Move ist und woran Rider scheitern, damit du mit einem klaren Plan an den Spot kommst. Er kann deinen Kite nicht beobachten, die kommende Böe nicht lesen und dich nicht davon abhalten, etwas zu ziehen, für das du noch nicht bereit bist — ein Coach oder Instructor kann das.
Zertifizierte Schule findenBildungsreferenz, keine Ausbildung. Kitesurfen ist ein Risikosport: Die Schritte hier geben wieder, was benannte Schulen, Instructor und Technik-Bibliotheken lehren, und die Seite listet genau diese Quellen — echte Bedingungen bringen aber Wind, Böen, Wasserzustand, Verkehr und Materialverhalten mit, die kein geschriebener Guide abbildet. Schulen lehren zudem berechtigte Varianten; wo unsere Quellen sich widersprechen, sagt die Seite das, statt eine Version zu wählen. Schätz deine eigene Bereitschaft ein, nutz die Sicherheitssysteme an deinem Kite und zieh keinen Move, nur weil eine Seite ihn machbar klingen lässt. KitesurfingOfficial übernimmt keine Haftung für die Nutzung dieser Informationen auf dem Wasser.
Fragen aus der Praxis
Was muss ich können, bevor ich Foil-Sprünge probiere?+
Du solltest sicher auf dem Foil fahren können. Sobald ein paar Jibes sitzen und du dich sicherer fühlst, ist laut IKSURFMAG die Zeit für die nächste Stufe. In der Tutorial-Reihenfolge von The Foiling Collective steht der Sprung weit hinten: nach Bodydrag, Taxiing, Handwechseln, kurzen und längeren Flügen, Geschwindigkeitskontrolle, Crashtechnik, Footswitch beim Taxiing und im Flug, Jibes, 360ern, dem Heel-to-Toe-Tack und dem Sitzen auf dem Foil. Backrolls und Frontrolls kommen erst danach.
Wie viel Wind brauche ich?+
Die Quellen beantworten leicht unterschiedliche Fragen. IKSURFMAG verkauft Foil-Freestyle darüber, dass du Tricks wie Backrolls, One Footer und Board Offs unter 15 Knoten üben kannst, und genau das ist der Reiz gegenüber dem Twintip. Elite Watersports schreibt übers Foilenlernen und nicht übers Springen, setzt Anfänger auf 12 bis 15 Knoten, weil der Zug da berechenbar ist und der Lift leicht kommt, und sagt, mit größeren Wings kommst du auch bei 10 bis 12 Knoten hoch und bleibst am Fliegen. Einen Windbereich speziell fürs Springen nennt keine der beiden. Egal welche Zahl: Solange du lernst, meide starken böigen Wind, Kabbelwasser und größere Wellen.
Welches Foil sollte ich zum Springen fahren?+
Kommt drauf an, wo du stehst, und die Quellen zielen auf verschiedene Stufen. Für Freestyle und Sprünge empfiehlt IKSURFMAG maximal einen 850 cm² Armstrong-Frontwing, weil kleinere Wings leichter poppen und beim Landen weniger Aufschlagfläche haben. Fürs Foilenlernen selbst setzt Elite Watersports Anfänger auf 1250 bis 1500 cm² mit 60 bis 70 cm Mast und einem 5'2" bis 5'4" Board und nennt die klassische Einsteigergröße von 700 bis 800 cm² für die meisten Kiter, die foilen lernen, einen frustrierenden Startpunkt.
Erlischt durch Springen die Garantie auf mein Foil?+
Gut möglich. IKSURFMAG weist darauf hin, dass die Garantie der meisten Foil-Hersteller und Marken nicht mehr gilt, sobald du mit dem Material springst. Prüf deine, bevor du loslegst.
Welchen Schutz sollte ich wirklich tragen?+
Einen Neo mit langen Armen und Beinen, einen Helm und eine Prallschutzweste. MACkite empfiehlt einen Hardshell-Wasserhelm oder eine 3D-geformte Schutzkappe sowie eine Prallschutzweste speziell fürs Foilen mit zusätzlicher Polsterung statt einer normalen Auftriebsweste. MACkite hält außerdem Augenschutz mit außenliegendem Rahmen für sinnvoll, weil die Gläser beim Aufprall nicht nach innen klappen.
Weiterlesen
Quellen
Jeder Schritt auf dieser Seite ist auf die Quellen unten zurückführbar. Wo sie sich widersprechen oder schweigen, sagt die Seite das, statt zu raten.
- IKSURFMAG - Foil Freestyle: How To Get Started (Issue 101)
- MACkite — Ride with Blake: How To Jump on a Foilboard
- Elite Watersports — Why Learn to Kite Foil? Beginner's Guide
- The Foiling Collective — How to Kite Foil (tutorials by Alex Buss, Kitesurf College)
- MACkite — 3 Must Have Safety Accessories for Foiling
- Bay Area Kitesurf — Protect Yourself When Foiling
- MACkite Boardsports Center — Stylish Kite Foiling Tricks to Level Up Your Game