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Big Air · Experte

Kiteloop Late Backroll

Beim Kiteloop Late Backroll loopst du den Kite unter vollem Druck und setzt die Backroll erst spät im Sinkflug an, sodass er dich durch die Drehung zieht.

Auch bekannt als: late backroll kiteloop · kite loop late backroll · late back roll kiteloop · kite loop late back roll

Voraussetzungen

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Im Baum baut noch nichts darauf auf — der Trick steht für sich.

Schulen lehren das unterschiedlich

Unsere Quellen ordnen Loop und Rotation unterschiedlich an. SoulKite behandelt die Backroll als etwas, das du nach dem Loop im Runterkommen dranhängst, und genau das ist das „late“ im Namen. Bei MACkites Kiteloop Back Roll startest du zuerst die Rolle und ziehst die Bar etwa auf halbem Weg dicht. Das Back Roll Kite Loop Grab Tutorial von IKSURFMAG wartet, bis du halb herum bist, gerade so weit, dass du zurückschaust, woher du kommst, und zieht und drückt die Bar dann mit beiden Händen. Gleiche Trickfamilie, andere Timing-Cues, also richte dich nach dem Tutorial, dem du gerade folgst.

Ideale Bedingungen

Gleichmäßiger Wind und tiefes Wasser, und lieber kein Tag, an dem du kurz vor überpowert stehst. Die Knotenangaben stammen aus den allgemeinen Kiteloop-Tutorials, nicht aus diesem Trick: 14 bis 18 für die ersten Versuche, bis 25, wenn du in stärkeren Wind gehst, und 28 plus mit kleinem Kite, wenn du groß gehst. Pass bei böigen Bedingungen auf, der Kite kann genau dann Druck verlieren, wenn du ihn brauchst.

So geht's

  1. 1. Anfahrt und Kite schicken

    • Fahr eingehakt an, mit Speed, viel Kante und guter Spannung, damit die Leinen Zug haben, bevor du den Kite überhaupt anfasst.
    • Stell den Kite auf 11 oder 1 Uhr und schick ihn entschlossen los. Aus diesem Send kommt der Boost.
    • Rutsch mit den Händen weit auf der Bar nach außen, die hintere Hand ganz ans Ende. Breite Hände geben dir Hebel und lassen den Kite schneller loopen.
    • Carve kurz vorm Abheben nach oben, mit tiefem Gewicht und hartem Gegendruck.
    • Lern ihn unterpowert. Nicht größer als ein 11er, und wenn der Tag nach deinem 12er schreit, bau den 10er auf.
  2. 2. Absprung und Loop zünden

    • Stampf von der Kante ab wie bei einem normalen Sprung, halt die Bar waagerecht und zieh sie zum Abheben dicht ran.
    • Streck das hintere Bein beim Abheben komplett durch. Ein weiches hinteres Bein ohne Kick ist der Grund, warum dir Hangtime und Zeit fehlen.
    • Schau weiter nach vorne, in Linie mit deiner Schulter. Wirfst du den Kopf, drehst du zu schnell.
    • Spring erst mal hoch und leite den Loop auf etwa zwei Dritteln deiner maximalen Höhe ein, nicht direkt über dem Wasser.
    • Zieh mit der hinteren Hand so hart und so schnell du kannst, während du die vordere Hand nach vorne drückst, und halt die Bar unter vollem Druck dicht.
  3. 3. Die späte Rotation

    • Lass dich vom Loop nach hinten ziehen. Er leitet einen Teil der Rotation für dich ein, du musst sie also nicht werfen.
    • Setz die Backroll im Runterkommen an, nach dem Loop. Genau dieses späte Timing steckt im Namen.
    • Halt die Rolle weich. Wirf dich nicht rein wie in eine normale Backroll.
    • Zieh das vordere Knie nah an die Brust und halt deinen Schwerpunkt während der Drehung tief.
    • Steuer den Kite weiter, während du drehst. Wohin du ihn zielst, ist einer der drei Punkte, die Mike MacDonald für diesen Trick als unverzichtbar bezeichnet.
  4. 4. Kite zurückholen und Landung

    • Sobald der Loop durch ist und der Kite wieder nach oben geht, schieb die Bar weg und lass ihn zurück in den Zenit steigen. Zieh nicht weiter.
    • Streck die Beine raus, während du die Backroll zu Ende drehst, und öffne dich ein bisschen, um die Rotation abzubremsen.
    • Richte das Board nach Lee und setz flach auf, leicht abfallend, damit der Kite seinen Druck verliert.
    • Halt den Kite bei der Landung hoch, das federt den Aufprall ab.
    • Lande heelside mit den Zehen nach Lee, und blockier deine Knie nicht.

Typische Fehler und ihre Korrektur

Fehler

Du wirfst die Backroll wie eine normale und drehst glatt an der Landung vorbei.

Korrektur

Hör auf zu werfen. Lass stattdessen den Kite dich durch die Backroll ziehen.

Fehler

Deine Beine strecken sich in der Luft und die Rotation läuft dir davon.

Korrektur

Halt das vordere Knie nah an der Brust, damit dein Schwerpunkt tief bleibt.

Fehler

Du hältst die Bar noch dicht, obwohl der Kite schon herum ist, und deshalb steigt er nie zurück in den Zenit.

Korrektur

In dem Moment, in dem der Loop durch ist und der Kite nach oben zieht, schieb die Bar von dir weg und hör auf zu ziehen.

Fehler

Du wirfst den Kopf, um die Drehung zu starten, und rotierst zu schnell.

Korrektur

Schau weiter nach vorne in Linie mit der Schulter und lass den Carve nach oben vor dem Absprung die Rotation setzen.

Fehler

Der Kite rammt dich ins Wasser, statt dich aus dem Loop rauszuziehen.

Korrektur

Der Kite dreht nicht so, wie er soll. Kontrollier, dass er mehr über dir steht, bevor du abdrückst, steuer aggressiv und lass dir die Bar nicht vom Kite aus den Händen ziehen.

Wenn es schiefgeht

  • Am Anfang des Loops hast du ein großes Fenster, etwa bis 3 Uhr, in dem du den Abbruch noch entscheiden kannst. Zieh hart auf der anderen Seite, um den Kite schnell zurück in den Zenit zu holen.
  • Sobald der Kite den Loop durch hat und nach oben zieht, schieb die Bar von dir weg. Wer weiterzieht, verhindert, dass der Kite in den Zenit zurückkommt.
  • Trag eine Impactweste, solange du lernst und loopst: Soul Kite Australia nennt Rippenverletzungen als eine der häufigsten Verletzungen beim Loopen.
  • Lande mit dem Board nach Lee und dem Kite hoch, dann nehmen Aufprall und Kitezug gleichzeitig ab.
  • Wähl deine Bedingungen: am besten nicht kurz vor überpowert, und in tiefem Wasser.
  • Pass bei böigen Bedingungen auf. Der Kite kann plötzlich Druck verlieren, wenn du es gar nicht gebrauchen kannst.

Lern das mit einem Coach, nicht von einer Seite

Das ist ein Move mit hohem Risiko. Die Quellen, aus denen er stammt, beschreiben Verletzungen dabei, und alle lehren ihn als Stufe, die man sich erarbeitet, statt sie zu probieren. Hol dir Coaching, bau es in Etappen auf, fahr mit Leuten, die dir helfen können, und nimm dir tiefes Wasser und freien Raum nach Lee.

Zertifizierte Schule finden

Bildungsreferenz, keine Ausbildung. Kitesurfen ist ein Risikosport: Die Schritte hier geben wieder, was benannte Schulen, Instructor und Technik-Bibliotheken lehren, und die Seite listet genau diese Quellen — echte Bedingungen bringen aber Wind, Böen, Wasserzustand, Verkehr und Materialverhalten mit, die kein geschriebener Guide abbildet. Schulen lehren zudem berechtigte Varianten; wo unsere Quellen sich widersprechen, sagt die Seite das, statt eine Version zu wählen. Schätz deine eigene Bereitschaft ein, nutz die Sicherheitssysteme an deinem Kite und zieh keinen Move, nur weil eine Seite ihn machbar klingen lässt. KitesurfingOfficial übernimmt keine Haftung für die Nutzung dieser Informationen auf dem Wasser.

Fragen aus der Praxis

Wie viel Wind brauche ich?+

Keine der hier unseren Quellen nennt eine Windrange speziell für die Late Backroll. Die geschriebenen Kiteloop-Tutorials staffeln nach Lernstand: moderate 14 bis 18 Knoten für die ersten Versuche, stärkerer Wind bis 25 Knoten, wenn du sicherer wirst, und ab 28 Knoten mit kleinem Kite, wenn du groß gehst.

Was muss ich vorher sicher draufhaben?+

Backrolls im Schlaf, dazu Downloops und Kiteloops, bevor du beides kombinierst. Mike MacDonalds Rat für genau diesen Trick: die Kiteloops konstant hinbekommen und sich mit Rotationen in der Höhe wohlfühlen. Darunter solltest du sicher Höhe laufen, springen, sauber landen, abfallen und den Kite kontrollieren, mit Basistricks wie einer Backroll schon im Gepäck.

Mit welcher Kitegröße lerne ich ihn?+

Nicht größer als ein 11er. Lern ihn unterpowert, also eine Größe unter dem, was der Tag verlangt: 10er an einem 12er-Tag. Wer ab 28 Knoten groß geht, ist auf 7 bis 9 Quadratmetern unterwegs.

Sieht angsteinflößend aus. Ist er so schwer, wie er aussieht?+

Coaches trennen beides. Mike MacDonald nennt ihn einen Trick, der vor allem Schiss macht: mehr gruselig als schwierig. Ewan Jaspan nennt ihn einen der leichteren Kiteloop-Tricks, mit endlos viel Progression obendrauf. Mikes eigene Antwort auf die Angst ist Vorbereitung: erst die Kiteloops konstant machen und sich mit Rotationen in der Höhe wohlfühlen.

Warum überdrehe ich ständig?+

In den Tutorials tauchen zwei Ursachen auf. Erstens: Du wirfst die Rolle wie eine normale Backroll, obwohl der Kite dich ohnehin schon durchzieht. Zweitens: Du lässt die Beine in der Luft gerade werden. Halt das vordere Knie während der Drehung nah an der Brust und streck die Beine erst raus, wenn die Rolle ausläuft, um vor der Landung abzubremsen.

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Quellen

Jeder Schritt auf dieser Seite ist auf die Quellen unten zurückführbar. Wo sie sich widersprechen oder schweigen, sagt die Seite das, statt zu raten.