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Unhooked · Sehr fortgeschritten

Raley to Blind

Raley to Blind ist ein ausgehakter Raley, der im letzten Moment 180 Grad dreht und blind landet; die Bar geht auf dem Wasser hinter dem Rücken rüber.

Auch bekannt als: railey to blind · raley to blind with surface pass

Voraussetzungen

Schulen lehren das unterschiedlich

Unsere Quellen sind sich bei der Kite-Höhe uneins: MACkite sagt, park den Kite auf 45 Grad oder tiefer, IKSURFMAG nutzt etwa 10:30 oder 1:30, damit die Bar tief bleibt, und Kiteboarding St Petersburg lässt den Kite den ganzen Trick über auf 11 oder 1.

Ideale Bedingungen

Lässt sich bei grenzwertigen Bedingungen lernen und üben; fahr unabhängig von der Power mit Speed quer zum Wind an und üb beim Lernen leicht underpowered.

So geht's

  1. 1. Anfahren und Laden

    • Fahr mit Speed quer zum Wind an und park den Kite tief, etwa auf 10:30 oder 1:30, damit die Bar nah am Körper bleibt, statt hochgezogen zu werden.
    • Fall vorm Aufkanten wirklich weit nach downwind ab – das ist Pflicht bei allen Pop- und Barpass-Tricks. Dann hak aus: Bar in die Hüfte ziehen, Schultern zurück, Hüfte hoch.
    • Karv hart vom Kite weg und setz dich in die Kante, als würdest du aufrecht auf einem Stuhl sitzen: Rücken gerade, Hüfte fest, Fußgelenke angezogen.
    • Streck das vordere Bein, damit das Board hart auf der Kante bleibt, und drück über das hintere Bein, bis die Leinen voll geladen sind.
  2. 2. Raley popen

    • Im Moment der höchsten Leinenspannung lös die Kante und lass die Beine nach hinten in den Raley rausschwingen.
    • Fang beim Lernen mit einem kleinen Pop und einem halben Raley an; mehr Speed, mehr Power und mehr Kante machen später die volle Version daraus.
    • Zieh die Bar in der Luft ran und unter den Schultern Richtung Hüfte.
    • Steigt der Kite, zieh kurz an der vorderen Hand, um ihn wieder runterzuholen; ein hoher Kite zieht die Bar nach oben und macht aus dem Pass eine Schlangenmensch-Nummer.
  3. 3. Zum Blind drehen

    • Halt den Raley und warte: Timing ist alles, also starte die Drehung fast im letzten Moment, nie planlos oben in der Luft.
    • Zieh die Bar mit beiden Armen hart an die vordere Hüfte, sodass dein Körper über die Bar kommt.
    • Kinn ran, Kopf über die hintere Schulter drehen und die vollen 180 durchziehen.
    • Lass die hintere Hand los und dreh das vordere Handgelenk, sodass die Bar ins Kreuz rotiert, mit dem Handrücken am Trapez auf der neuen vorderen Hüfte.
  4. 4. Blind landen und passen

    • Land flach und mit dem Board Richtung downwind, ohne Kante im Wasser; überdreh die 180 zur Not leicht, wenn du nur so downwind rausfährst.
    • Schau weiter über die hintere Schulter, um die Landung zu spotten.
    • Greif mit der freien Hand hinter den Rücken, pack die Bar mit der Handfläche nach oben und lass dann erst die andere Hand los.
    • Geh früh in den Pass; kommt die zweite Hand schnell zurück an die Bar, stehst du natürlicher und hast mehr Stabilität zum Rausfahren.
    • Karv auf die Fersen, slide das Board um 180, hak wieder ein und fahr weiter.

Typische Fehler und ihre Korrektur

Fehler

Lascher Pop, dadurch fehlen Höhe und Zeit für die Drehung

Korrektur

Pop bei jedem Versuch einen richtigen Raley, auch wenn es nur ein halber ist; die Drehung braucht diesen Pop, um durchzukommen.

Fehler

Zu früh ins Blind gedreht, noch oben in der Luft

Korrektur

Wirf dich nicht planlos ins Blind; warte bis fast zum letzten Moment und dreh dann.

Fehler

Die Bar in der Drehung nur halbherzig rangezogen

Korrektur

Reiß die Bar mit beiden Händen an die vordere Hüfte; das Ziel ist, den Körper über die Bar zu bringen.

Fehler

Zu wenig gedreht und quer zum Wind auf der Kante gelandet

Korrektur

Zieh die 180 komplett durch und lande flach mit Kurs nach downwind, sonst zieht dich der Kite direkt auf die Kante.

Fehler

Das Handgelenk nicht gedreht, also liegt die Bar beim Pass nicht hinter dir

Korrektur

Dreh das Handgelenk, sobald die hintere Hand loslässt, damit die Bar im Kreuz wartet, wo die freie Hand sie findet; ziel darauf, dass der Handrücken das Trapez berührt.

Wenn es schiefgeht

  • Lern zuerst die Pop-to-Blind-Version; mit mehr Speed, mehr Power und mehr Kante (und damit mehr Pop) wird daraus der volle Raley to Blind.
  • Üb leicht underpowered und bei grenzwertigen Bedingungen; die Kontrolle zu behalten ist das, was das Verletzungsrisiko senkt.
  • Häng die Leash auf der richtigen Seite ein, sodass sie vor dir hängt: links auf Backbordbug, rechts auf Steuerbordbug.
  • Geh die Handfolge des Barpass am Strand mit deiner Bar in der Hand durch, bevor du es über Wasser versuchst.

Lern das mit einem Coach, nicht von einer Seite

Das ist ein Move mit hohem Risiko. Die Quellen, aus denen er stammt, beschreiben Verletzungen dabei, und alle lehren ihn als Stufe, die man sich erarbeitet, statt sie zu probieren. Hol dir Coaching, bau es in Etappen auf, fahr mit Leuten, die dir helfen können, und nimm dir tiefes Wasser und freien Raum nach Lee.

Zertifizierte Schule finden

Bildungsreferenz, keine Ausbildung. Kitesurfen ist ein Risikosport: Die Schritte hier geben wieder, was benannte Schulen, Instructor und Technik-Bibliotheken lehren, und die Seite listet genau diese Quellen — echte Bedingungen bringen aber Wind, Böen, Wasserzustand, Verkehr und Materialverhalten mit, die kein geschriebener Guide abbildet. Schulen lehren zudem berechtigte Varianten; wo unsere Quellen sich widersprechen, sagt die Seite das, statt eine Version zu wählen. Schätz deine eigene Bereitschaft ein, nutz die Sicherheitssysteme an deinem Kite und zieh keinen Move, nur weil eine Seite ihn machbar klingen lässt. KitesurfingOfficial übernimmt keine Haftung für die Nutzung dieser Informationen auf dem Wasser.

Fragen aus der Praxis

Was muss sitzen, bevor ich einen Raley to Blind probiere?+

Konstante ausgehakte Raleys, der Surface Pass und der Pop to Blind. MACkites Guide will alle drei zuerst konstant sehen und meint, ungefähr 300 Versuche sollten reichen; IKSURFMAG ergänzt, dass eingehaktes Blind-Fahren sitzen und deine Raleys komplett sauber sein sollten, bevor du irgendwas Blindes dazunimmst.

Wie viel Wind brauche ich?+

Keine unserer Quellen nennt eine Zahl in Knoten. IKSURFMAG sagt, der Move lässt sich bei grenzwertigen Bedingungen lernen und üben, und Kiteboarding St Petersburg empfiehlt, leicht underpowered zu üben, um das Verletzungsrisiko zu senken.

Welche Hand übergibt die Bar?+

Das richtet sich nach deiner Stance: Fährst du regular mit dem linken Fuß vorn, passt du mit der linken Hand, fährst du goofy mit dem rechten Fuß vorn, mit der rechten.

Wie schwer ist er im Vergleich zu anderen ausgehakten Tricks?+

MACkite gibt ihm eine 2 von 10 unter den ausgehakten Freestyle-Moves und stuft ihn als intermediate ein, IKSURFMAG führt ihn dagegen unter Advanced Technique. Das Timing ist der Knackpunkt: Am höchsten Punkt des Raley sollte sich der Kite slack anfühlen oder nach downwind driften, genau das macht den Handlepass leichter.

Was eröffnet mir der Trick, wenn er sitzt?+

Die Handlepass-Linie. MACkite nennt ihn die Progression zum Blind Judge (danach Blind Judge 3, 5 und weiter) und zur Kombination der Drehung mit Backroll und Frontroll.

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Quellen

Jeder Schritt auf dieser Seite ist auf die Quellen unten zurückführbar. Wo sie sich widersprechen oder schweigen, sagt die Seite das, statt zu raten.