Beim Raley poppst du hart, lässt Körper und Board gestreckt nach hinten oben schwingen und holst beides zum Landen wieder unter dich.
Auch bekannt als: unhooked raley · superman
Voraussetzungen
Schaltet frei
Ideale Bedingungen
Flachwasser funktioniert am besten – such dir flachere Abschnitte zwischen Wellen oder Chop, weil der Trick ein paar plötzliche Richtungswechsel enthält. Jede Kite-Größe, mit der du dich beim Aushaken wohlfühlst, passt, solange du mit Leash gesichert bist. Jedes Twintip über 140 cm macht es dir nicht leicht.
So geht's
1. Setup und Aushaken
- Komm mit ordentlich Speed an und halte den Kite geparkt zwischen 10 und 11 Uhr oder zwischen 1 und 2 Uhr.
- Fall mindestens 45 Grad vom Wind ab, bevor du carvst – die Richtung, in die du unmittelbar vor dem Zurückcarven auf die Kante fährst, ist ziemlich genau die Richtung, in der du landen wirst.
- Fahr auf den Kite zu, um vor dem Aushaken etwas Spannung aus den Leinen zu nehmen.
- Zum Aushaken ziehst du die Bar zur Hüfte und drückst sie nach unten, um den Chickenloop zu lösen – Schultern bleiben hinten, Hüfte vorn, und schau nicht runter zum Loop.
2. Kante aufladen
- Lehn dich nach hinten und kante hart gegen den Wind an – wie wenn du auf den hinteren zwei Stuhlbeinen kippelst. Roll die Schultern nach hinten und halt Brust und Hüfte oben.
- Halt das vordere Bein gestreckt und beug nur das hintere Bein leicht; Gewicht und Hüfte über dem hinteren Fuß, Schultern klar nach Luv gelegt.
- Halt die Arme eng am Körper, fast als hättest du nie ausgehakt, und grab die Fersen ein – beobachte deinen Spray beim Aufladen, der sollte massiv sein.
- Lade das Board auf und popp vom Wasser weg, wenn der Zug am stärksten ist.
3. Pop und Flug
- Poppen heißt schlicht: plötzlich und explosiv mit der hinteren Ferse gegen die Kante des Boards stampfen – popp vom Wasser weg, bevor der Kite die Chance hat, deine Schultern nach vorn zu ziehen.
- Zieh mit der vorderen Hand nach unten, während du die Kante löst, und streck die Zehen für den Scoop, wenn das Board das Wasser verlässt.
- Lass die Arme so weit ausstrecken wie möglich, ohne sie durchzudrücken (leichte Beugung in den Ellbogen), und lass die Beine hinter dir hochschwingen; leichtes Hohlkreuz, Brust offen und zum Wasser gerichtet, Blick aufs Wasser.
- Bring die Beine hoch hinter dich, über deinen Kopf, und streck die Arme aus.
- Halt die Bar parallel zur Leading Edge des Kites, damit der Kite nicht steigt, und behalt deinen Landepunkt die ganze Zeit in der Luft im Blick.
4. Zurückschwingen und landen
- Sobald du anfängst runterzukommen, zieh die Bar mit beiden Händen zum vorderen Knie und bring das Knie zur Brust.
- Richte die Nose des Boards mit dem Wind auf den Kite und lande mit der Bar nah am Körper und leicht gebeugten Armen, fast als hättest du nie ausgehakt; federe die Landung gleichmäßig mit beiden Knien ab.
- Richte die Nose des Boards zum Kite und lande flach, ohne eine Kante zu belasten.
- Setz mit dem Tail zuerst auf, Beine gestreckt, aber bereit, die Landung abzufedern; schau danach hoch zum Kite und folge ihm mit den Augen, um die Balance zu halten.
- Lande mit dem Wind und fahr weiter mit dem Wind, um den Druck aus dem Kite zu nehmen – lande nicht quer zum Wind in deiner ursprünglichen Fahrtrichtung.
- Bring die Bar nah an die Hüfte und hak wieder ein; sobald du stabil bist, carv zurück auf deine Kante.
Typische Fehler und ihre Korrektur
Fehler
Beim Aufladen in der Hüfte abknicken wie ein Scharnier – das würgt dir den Druck ab.
Korrektur
Halt eine gute Körperhaltung und benutz deinen Körper als eine Einheit – richte Hüfte und Brust in den Himmel.
Fehler
Baumelnd unter dem Kite fliegen (ein 'Gayley' – ein hängender Sprung ohne Pop), wahrscheinlich das häufigste Problem.
Korrektur
Das kommt vom Ziehen an der hinteren Hand beim Carven oder von einem zu hohen Kite – steuer mit der vorderen Hand und stell sicher, dass der Kite nicht zu hoch steht; die Vorgabe aus dem Artikel liegt bei rund 45 Grad, 11 oder 1 Uhr ist schon zu hoch.
Fehler
Die Füße rutschen beim Absprung aus den Straps.
Korrektur
Entweder sind deine Straps zu locker, oder du wirfst dich (wahrscheinlicher) über die Fußballen körperlich nach vorn – spring stattdessen aus den Fersen nach oben und nach hinten gegen deine Kante.
Fehler
Du verlierst vor dem Pop Speed, Druck oder deine Kante.
Korrektur
Beug nicht beide Beine zu stark – halt das vordere Bein gestreckt mit nur leichter Beugung im hinteren, fall vorher weit genug vom Wind ab und prüf deinen Kite-Trimm.
Fehler
Rund ums Aushaken zu lange mit dem Wind fahren – der Kite kann rückwärts stallen, und du verlierst Momentum und Speed.
Korrektur
Halt die Körpermitte angespannt und kante bald nach dem Aushaken wieder vom Kite weg.
Wenn es schiefgeht
- Sobald klar ist, dass der Move nicht mehr zurückkommt, hör auf, um die Form zu kämpfen, und kümmer dich nur noch um die Landung. Für unhooked Pops allgemein sagt MACkite, dass du notfalls die Bar loslässt und alles darauf setzt, das Board flach und abfallend aufzusetzen statt auf einer Kante.
- Wenn du unhooked rauskommst und das Chicken Loop nicht zurück in den Haken geht, greifst du zuerst das Chicken Loop und lässt erst dann die Bar los. Session Sports, die ihre Raley-Progression genau darauf aufbauen, schreiben, dass der Kite dadurch depowert und du das Loop zurück an den Spreader bekommst, ohne nach Lee gerissen zu werden.
Lern das mit einem Coach, nicht von einer Seite
Das ist ein Move mit hohem Risiko. Die Quellen, aus denen er stammt, beschreiben Verletzungen dabei, und alle lehren ihn als Stufe, die man sich erarbeitet, statt sie zu probieren. Hol dir Coaching, bau es in Etappen auf, fahr mit Leuten, die dir helfen können, und nimm dir tiefes Wasser und freien Raum nach Lee.
Zertifizierte Schule findenBildungsreferenz, keine Ausbildung. Kitesurfen ist ein Risikosport: Die Schritte hier geben wieder, was benannte Schulen, Instructor und Technik-Bibliotheken lehren, und die Seite listet genau diese Quellen — echte Bedingungen bringen aber Wind, Böen, Wasserzustand, Verkehr und Materialverhalten mit, die kein geschriebener Guide abbildet. Schulen lehren zudem berechtigte Varianten; wo unsere Quellen sich widersprechen, sagt die Seite das, statt eine Version zu wählen. Schätz deine eigene Bereitschaft ein, nutz die Sicherheitssysteme an deinem Kite und zieh keinen Move, nur weil eine Seite ihn machbar klingen lässt. KitesurfingOfficial übernimmt keine Haftung für die Nutzung dieser Informationen auf dem Wasser.
Fragen aus der Praxis
Was muss ich können, bevor ich einen Raley probiere?+
Du solltest poppen und Höhe laufen können – wenn du von Chop-Stücken abspringen und landen kannst, hilft das ebenfalls. MACkite bewertet den Raley mit etwa einer Zwei auf einer Skala von eins bis zehn und nennt ihn einen Eckpfeiler-Trick, der zu allen anderen Tricks führt.
Woher kommen Höhe und Körperstreckung beim Raley eigentlich?+
Aus dem Pop gegen die geladene Kante, nicht aus dem Senden des Kites: Durch hartes Ankanten bringst du so viel Spannung wie möglich auf die Leinen, wie beim Dehnen eines Gummibands, und wenn du dich von der hinteren Ferse abstößt, schnippt dich der Kite zu sich hin, streckt deinen Körper und lässt deine Füße hinter dir hochschnellen.
Warum muss ich mit dem Wind landen?+
Mit dem Wind zu fahren nimmt den Druck aus dem Kite. Der Guide warnt davor, quer zum Wind in deiner ursprünglichen Fahrtrichtung zu landen – lande mit dem Wind und fahr nach dem Aufsetzen weiter mit dem Wind.
Weiterlesen
Quellen
Jeder Schritt auf dieser Seite ist auf die Quellen unten zurückführbar. Wo sie sich widersprechen oder schweigen, sagt die Seite das, statt zu raten.
- MACkite Boardsports Center — The Kiteboarding Raley: Ultimate Beginners Guide (Ryan 'Rygo' Goloversic)
- MACkite Boardsports Center — How To Do An Unhooked Raley (Ryan 'Rygo' Goloversic)
- IKSURFMAG — How to Raley (Christian & Karine technique series)
- Kitestars — How to Railey
- Kiteboarding St Petersburg — How to Raley (Anthony)
- MACkite Boardsports Center - How to Pop Kiteboarding [Unhooked]: The Ultimate Guide (Ryan Goloversic)
- Session Sports — How To Learn To Unhook Kiteboarding: First Step, Don't Skip This!