Skip to content

Airstyle · Fortgeschritten

Seatbelt Grab

Beim Seatbelt Grab greifst du im hooked-in Sprung mit der vorderen Hand quer über den Körper ans Tail des Boards, wie beim Einstecken des Sicherheitsgurts.

Auch bekannt als: Hooked Seatbelt Grab · Seatbelt

Voraussetzungen

Schaltet frei

Im Baum baut noch nichts darauf auf — der Trick steht für sich.

Schulen lehren das unterschiedlich

Die Quellen sind sich nicht einig, welche Hand welches Ende des Boards greift. Elite Watersports, Progression, Next Level Watersports und Global Kitespots definieren den Seatbelt gleich: vordere Hand, quer über den Körper, ans Tail. Duotones eigene Trickliste beschreibt den "Hooked Seatbelt Grab" dagegen als diagonalen Griff nach unten mit der hinteren Hand, zwischen Nose und vorderer Fußschlaufe, und das liegt näher an dem, was die anderen Crail nennen. Nimm vordere Hand ans Tail als gängige Definition und Duotones Version als markeneigene Lesart. Auch beim Send gehen die Quellen auseinander: Next Level sagt, sende den Kite nicht zu weit, während IKSURFMAG bei einem zu weit nach vorne fliegenden Kite empfiehlt, ihn vor dem Absprung etwas weiter hinter dich zu senden.

So geht's

  1. 1. Bevor du sendest

    • Dein Sprung und dein Invert müssen sitzen. Grabs kommen erst, wenn du boosten und in der Luft eine Form halten kannst.
    • Hol dir zuerst die Grabs mit der hinteren Hand. Der Tail Grab ist der einfachste Einstieg, der Indy der logische nächste Schritt. Bei Grabs mit der hinteren Hand bleibt die vordere Hand an der Bar, schiebt den Kite in deine Fahrtrichtung nach vorne und hilft dir bei der Landung.
    • Fahr hooked-in und mit Druck im Kite an, mit mittlerem bis höherem Tempo in den Sprung.
    • Beide Hände in die Mitte der Bar, etwas Druck auf der vorderen Hand.
    • In den ersten Sessions reicht es, das Board kurz zu berühren und wieder loszulassen. Danach steigerst du dich, bis du länger dranbleibst.
  2. 2. Send und Pop

    • Mit sauberer Kante und Druck im Kite steht der Kite auf etwa 1 Uhr, dann sendest du ihn zurück bis kurz hinter 12.
    • Gib die Bar leicht raus, sobald der Kite anfängt zu heben, und zieh sie dann hart runter für einen hohen Absprung.
    • Sende den Kite nicht zu weit.
    • Poppe hart, aber halt die Beine unter Kontrolle.
    • Lass den Kite nicht über dich zurückschwingen.
  3. 3. Der Griff

    • Ellbogen an die Hüfte, Knie an die Ellbogen, dieselbe Form wie beim normalen Sprung. Weil die Knie schon oben an den Ellbogen sind, liegt das Board in bequemer Reichweite.
    • Zieh das Board im Steigen an den Oberkörper. Greifst du stattdessen nach unten, kippt dein Gleichgewicht in der Luft.
    • Auf etwa drei Vierteln des Wegs nach oben nimmst du die Greifhand von der Bar, beim Seatbelt also die vordere.
    • Gib die Bar ein Stück raus, damit du weniger lenkst.
    • Greif quer über den Körper ans Tail. Wie beim Crail hilft es, das vordere Bein kräftig auszustrecken, damit du leichter rankommst.
    • Pass auf die scharfen Finnen auf, wenn du zum Board greifst.
  4. 4. Loslassen und landen

    • Auf etwa einem Viertel des Wegs nach unten lässt du den Grab los und machst dich landebereit.
    • Kurz vor der Landung nimmst du die Hand von der Boardkante.
    • Beide Hände zurück an die Bar.
    • Hol dir die Kontrolle über den Kite zurück, peil die Landung an und fahr raus.
    • Fliegt der Kite zu weit nach vorne, während du einhändig dranhängst, sende ihn beim nächsten Mal vor dem Absprung etwas weiter hinter dich.

Typische Fehler und ihre Korrektur

Fehler

Du greifst nach unten zum Board, statt das Board zur Hand zu holen.

Korrektur

Hol das Board hoch, statt nach unten zu greifen. Ellbogen an die Hüfte, Knie an die Ellbogen, dann kommt das Board von selbst zu dir. Greifst du nach unten, kippt dein Gleichgewicht in der Luft und du bekommst den Sprung schwerer unter Kontrolle.

Fehler

Der Kite schwingt nach dem Send über dich zurück.

Korrektur

Beide Hände in der Mitte der Bar, etwas Druck auf der vorderen Hand, und lass den Kite nicht über dich zurückschwingen.

Fehler

Deine Hand kommt nie ans Tail.

Korrektur

Streck das vordere Bein kräftig aus, genau wie beim Crail, dann kommst du leichter ran. Bei den ersten Versuchen reicht es, das Board zu berühren, danach steigerst du dich, bis du länger dranbleibst.

Fehler

Du lenkst den Kite weiter, obwohl die Greifhand schon von der Bar weg ist.

Korrektur

Gib die Bar ein Stück raus und nimm den Lenkinput zurück, bevor du greifst.

Fehler

Du hältst den Grab zu weit in den Abstieg hinein.

Korrektur

Lass den Grab nach etwa 25 % des Wegs nach unten los und geh mit beiden Händen an der Bar in die Landung.

Wenn es schiefgeht

  • Nimm die Hand von der Boardkante und beide Hände zurück an die Bar.
  • Hol dir die Kontrolle über den Kite zurück und peil dann deine Landung an.
  • Wenn du das Board beim Lernen irgendwann loswerden musst, lass es hinter dir fallen, damit du nicht darauf landest.
  • Pass beim Loslassen auf die scharfen Finnen auf.

Lern das mit einem Coach, nicht von einer Seite

Dieser Guide erklärt, was der Move ist und woran Rider scheitern, damit du mit einem klaren Plan an den Spot kommst. Er kann deinen Kite nicht beobachten, die kommende Böe nicht lesen und dich nicht davon abhalten, etwas zu ziehen, für das du noch nicht bereit bist — ein Coach oder Instructor kann das.

Zertifizierte Schule finden

Bildungsreferenz, keine Ausbildung. Kitesurfen ist ein Risikosport: Die Schritte hier geben wieder, was benannte Schulen, Instructor und Technik-Bibliotheken lehren, und die Seite listet genau diese Quellen — echte Bedingungen bringen aber Wind, Böen, Wasserzustand, Verkehr und Materialverhalten mit, die kein geschriebener Guide abbildet. Schulen lehren zudem berechtigte Varianten; wo unsere Quellen sich widersprechen, sagt die Seite das, statt eine Version zu wählen. Schätz deine eigene Bereitschaft ein, nutz die Sicherheitssysteme an deinem Kite und zieh keinen Move, nur weil eine Seite ihn machbar klingen lässt. KitesurfingOfficial übernimmt keine Haftung für die Nutzung dieser Informationen auf dem Wasser.

Fragen aus der Praxis

Welche Hand greift, und wo am Board?+

Die gängige Definition: vordere Hand, quer über den Körper ans Tail des Boards. Daher kommt auch der Name. Elite Watersports, Progression, Next Level und Global Kitespots führen ihn alle so. Duotones eigene Trickliste tanzt aus der Reihe und beschreibt den Hooked Seatbelt Grab als diagonalen Griff nach unten mit der hinteren Hand, zwischen Nose und vorderer Fußschlaufe.

Was solltest du können, bevor du ihn probierst?+

Springen muss sitzen und ein Invert sollte gehen. Am besten fängst du mit Grabs im einfachen hooked-in Sprung an. Der Tail Grab ist der leichteste Einstieg, der Indy ein guter nächster Schritt, bevor du quer über den Körper greifst.

Warum fühlt er sich schwerer an als ein Tail Grab oder ein Indy?+

Am leichtesten sind alle Grabs mit der hinteren Hand, weil dann die vordere an der Bar bleibt, den Kite in deine Fahrtrichtung nach vorne schiebt und dir bei der Landung hilft. Der Seatbelt nimmt dir genau diese Hand weg. Grabs mit der vorderen Hand sind aufwendiger, weil du den Kite kontrollieren und ein Übersenden vermeiden musst, während du greifst. Und die fortgeschritteneren Grabs verlangen mehr Beweglichkeit, Koordination und Können.

Muss ich dafür unhooked sein?+

Nein. Duotone führt ihn im Hooked-Bereich, Global Kitespots sortiert ihn unter powered hooked-in Tricks ein.

Wie sieht der Grab nach echtem Griff aus und nicht nach kurzem Antippen?+

Streck das vordere Bein kräftig aus, damit du das Tail wirklich erreichst. Steiger dich vom kurzen Berühren zu immer längerem Halten. Und geh dabei so weit in die Überkopflage und so lang gestreckt wie möglich, das gibt den Style.

Weiterlesen

Quellen

Jeder Schritt auf dieser Seite ist auf die Quellen unten zurückführbar. Wo sie sich widersprechen oder schweigen, sagt die Seite das, statt zu raten.